Im Messsucher

Mit dem Meßsucher lässt sich grandios fokussieren, wenn man etwas Übung darin hat. Wie ein Meßsucher im Grundsatz aufgebaut ist und funktioniert beschreibt dieser Beitrag am Beispiel des Meßsuchers einer Canon Canonet.

Der Meßsucher ist ein kompaktes Bauteil, dass mit dem Objektiv nur durch einen Hebel verbunden ist. Beim Fokussieren, bewegt sich das Objektiv vor und zurück und drückt dabei den Hebel mehr oder weniger weit nach hinten.

An der Naheinstellgrenze

An der Naheinstellgrenze ist das Objektiv am weitesten von der Filmebene entfernt und der Hebel steht nach vorne. Der Hebel bewegt über einen Umlenkmechanismus eine Linse. Diese Linse beeinflusst den Winkel in dem das Licht, was durch das Messsucherfenster auf den Messsucherspiegel einfällt auf den teildurchlässigen trifft. Dadurch entsteht ein Spiegelbild, was mehr oder eben weniger parallel zum Sucherbild ausgerichtet ist.

Unendlich

Mit Hilfe eines Lasers, lässt sich der Weg des Lichts recht gut verdeutlichen:

Abgesehen von der Perspektive, sind die Strahlen in der Unendlich Stellung parallel.
Im Nahbereich wandern die Strahlen dicht zusammen und treffen sich an der Naheinstellgrenze
Übersicht.

Die Justage des Meßsuchers erfolgt an 2 Punkten. Um das Mischbild korrekt vertikal auszurichen, wird die Neigung des Meßsucherspiegels eingestellt. Die Entfernungsmessung wird durch Justage des Hebels eingestellt. Als Referenz wird das Objektiv in Unendlichstellung gebracht und verifiziert, dass das Objektiv auch korrekt auf Unendlich scharf abbilden kann. Das ist in der Werkstatt die Aufgabe des Kollimators.

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