ID.4 und nur noch elektrisch

Wir haben mit dem ID.4 – besonders im letzten Sommerurlaub – sehr positive Erfahrungen gemacht. Trotz voller Beladung und 3 Bikes auf dem Fahrradträger waren wir auf fast 1000 Km pro Tag sehr effizient und entspannt unterwegs. Unsere Erfahrungen mit dem ID.4 habe ich hier zusammengefasst. Dieser Erfahrungsbericht wird regelmässig erweitert. Erstveröffentlichung war der 01.08.2021 und die letzte Aktualisierung am 18.08.2022.
Hinweis wegen der zahlreichen Nachfragen: Wer Fragen hat, ist herzlich eingeladen diesen Beitrag zu kommentieren, oder mir eine Nachricht zu senden. Außerdem gibt es hier die ID.4 FAQ mit vielen Fragen und Antworten sowie hier auch ein Langzeitfazit nach einem Jahr ID.4

Familienurlaub geht endlich elektrisch!

E-Autos funktionieren auf Kurzstrecke und im Alltag extrem gut, aber wenn man an den großen Familienurlaub denkt, dann stellen sich viele von Euch ganz sicher die Frage, wie das funktionieren soll. Und ja: Die Frage habe ich mir auch gestellt. Bevor wir den ID.4 gekauft haben, war uns klar, dass der Nächste ganz sicher kein Verbrenner mehr werden wird, doch wollen wir ja nicht nur zum Einkaufen oder zur Arbeit mit dem E-Auto fahren. Wir brauchen ein Auto, in dem unsere 4-köpfige Familie mit bis zu 4 Mountainbikes und Gepäck platz findet und in der Lage ist, uns im Urlaub bis in die Alpen zu bringen.

Die Kriterien

Der Volkswagen ID.4 war im Grunde der Einzige, der alle Kriterien auf meiner Liste erfüllen konnte:

  • Platz für 4 Erwachsene inkl. Gepäck
  • Anhängerkupplung für unseren Fahrradträger
  • optionaler Dachgepäckträger
  • mindestens 300 Km Reichweite auf der Autobahn unter realen Bedingungen
  • moderne Fahrassistenz für entspanntes Reisen
  • gute Ladekurve, damit das Auto innerhalb einer typischen Pause alle 300 Km wieder geladen ist
  • bezahlbarer Preis
  • verfügbar und lieferbar (Anfang 2021)

Geschwindigkeit und Beschleunigung, die bei so manchem E-Auto heutzutage die Quartettspieler begeistern, sind für mich komplett irrelevant. Wichtiger ist mir persönlich eher das Servicenetz und der gute Draht zu einem Händler vor Ort.

ID.4 Detail Innen
D/B N R – Die Fahrstufen im ID.4, die man an einem Drehknopf neben dem Lenkraddisplay bedient. Im Brake-Modus (B) braucht man das Bremspedal nur noch selten. Inzwischen ist der B Modus zu meinem Favoriten geworden.

Jenseits von YouTube

Was ich jetzt mit den Erfahrungen von 23.000 Kilometern mit dem ID.4 sagen kann ist: Nicht jedes YouTube Video ist hilfreich. Wer mit einem Auto eine kurze Probefahrt macht und meint er könne ein seriöses Feedback abgeben, der ist genauso glaubwürdig wie Kermit der Frosch auf einem Chirurgenkongress. Fakt ist: Die Software im ID.4 funktioniert einwandfrei und die Spracheingabe arbeitet ohne Probleme. Der Verbrauch liegt eher unter der Werksangabe, was man aber erst als Besitzer des ID.4 merkt. Zu Beginn einer Langstreckenfahrt, liegt der angezeigte Durchschnittsverbrauch ca. 5 kWh höher, als am Ende der Reise. Diese Erfahrung kann man aber erst machen, wenn man mal Strecken fährt, wo man mehr als 1x zwischendurch laden muss.

Der Urlaubstrip 2021 – Hinweg

Wir waren dieses Jahr – wie schon öfter – im Salzburger Land zum Mountainbiken. Genauer gesagt: Wir waren in Saalbach-Hinterglemm. Von Verden aus sind das 910 Km, wenn man die Strecke über die A9 nimmt. Das ist zwar ein kleiner Umweg, aber die Route über A2, A14, A9 und A8 ist entspannter zu fahren, als die Route über die A7.

Beladen war der ID.4 mit 4 Personen inkl. Gepäck, sowie 3 Mountainbikes auf dem Thule 4-fach Biketräger für die Anhängerkupplung. Wir reden hier also von ca. 2,6 Tonnen bewegte Masse, angetrieben vom 150 KW Elektromotor des ID.4, dessen Strom aus einer 82 kWh Batterie kommt. Mit 77 zur Verfügung stehenden kWh haben wir uns am frühen Morgen auf den Weg gemacht.

Etappe 1

Die erste Etappe auf dem Hinweg führte uns in einem Rutsch 325 Km weit bis nach Nempitz. Zeit fürs Frühstück! Dort befindet sich ein netter Ionity Ladepark auf einem Autohof, den wir mit 67 Km Restreichweite erreicht haben. Zieltempo war 120 Km/h, wobei das natürlich nicht immer geklappt hat. Die Verkehrsdichte zu Urlaubszeiten ist nunmal wie sie ist und da hilft Dir auch kein Verbrenner mehr.

Etappe 2

Wir sind Menschen und so war der ID.4 nach unserer Biopause mit Frühstück schon über 90% geladen. Mit dieser Energie in der Batterie haben wir uns wieder auf den Weg gemacht. Bei Himmelkron hatte die Biologie wieder zugeschlagen, also haben wir dort wieder bei Ionity gestoppt und nachgeladen. Da der ID.4 wirklich verblüffend schnell laden kann, war der bei 96%, als wir mit der Pause fertig waren.

Zielanflug

Der Verkehr wurde nun immer zäher mit viel Stop & Go. Hier schlägt die Stunde des E-Autos, denn während der Verbrenner im Stau richtig Sprit vernichtet, geht der Energiebedarf des ID.4 in den Keller. So war die letzte Pause bei Holzkirchen Süd (hinter München) nur dem Umstand geschuldet, dass die Kinder einen Burger essen wollten. Wir haben dort auf 92% geladen und sind mit 68% Restenergie nach 910 Km beim Hotel angekommen.

Der Verbrauch lag bei sensationellen 18,2 kWh/100 Km. Wir waren super entspannt.

ID.4 in Saalbach Hinterglemm
Nach 910 Km am Ziel und bereit für ein paar schöne Touren mit Muskelkraft. Die Bikes haben dank der tiefen Rückfahrkamera nicht einmal beim Rückwärtseinparken an der Ladesäule gestört.

Der Urlaubstrip 2021 – Rückweg

Durch den Destination-Charger am Hotel, konnten wir kostenfrei und mit 100% wieder die Rückreise antreten. Der Verkehr war zäh und der Verbrauch niedrig. Dennoch haben wir einen strategischen Ladestop bereits in Holzkirchen Nord eingelegt… Meine Güte ist dieser Rastplatz ekelhaft. Lange Staus vor den Zapfsäulen und Dreck überall. Bei dem Anblick war ich wirklich froh, nicht mehr Verbrenner fahren zu müssen. An so einer überfüllten Tankstelle dauert das Auftanken und Rasten jenseits von einer Stunde. Da ist das Aufladen während des Rastens deutlich schneller.

Dank der Verkehrsdichte und dem daraus resultierenden niedrigen Verbrauch, konnten wir ganz entspannt bis nach Himmelkron fahren und dort mit satten 33% Restakku ankommen. Während wir vor Ort ein Schnitzelchen genossen haben, lud der ID.4 bis 100% wieder auf. Das Auto ist einfach schneller als wir.

Von Himmelkron aus ging es dann in einem Rutsch bis nach Hohenwarsleben bei Magdeburg. Die 290 Km Etappe – die wir dank der nun recht leeren Autobahn – mit konstanten 120 Km/h gefahren sind, haben wir am Ionity Lader mit 24% Restakku und 100 Km Restreichweite abgeschlossen. Da es von Hohenwarsleben aus nur noch 198 Km bis nach Hause sind, haben wir uns nur noch auf einen Burger bei Burgerking beschränkt und sind mit 84% auf die Zieletappe gestartet. Hätte ich das Tempo reduziert, hätte es auch ohne Stop bis nach Hause reichen können, aber das ist dann doch nichts für mich.

Nach 914 Km bei einem Durchschnitt von 81 Km/h inkl. Pausen waren wir nach 11:23 Stunden wieder zu Hause.

ID.4 Stats
Daten des Tripcomputer – Phänomenale Werte für ein 2,2 Tonnen schweres SUV. 17,8 kWh/100Km entsprechen in alter Währung ca. 1,75 Liter Kraftstoff auf 100 Km. Das wäre für jeden Verbrenner die reine Utopie.

Tabelle Ladehübe

Die folgenden Werte beziehen sich auf Autobahnfahrten mit einem Durchschnittsverbrauch von 18 kWh/100Km, so wir wir es in der Praxis im Urlaub erlebt haben. Für den Familienurlaub mit dem ID.4 findet Ihr hier also ein paar Daten, mit denen Ihr rechnen könnt.

Restreichweitegeladene kWhDauer in MinutenReichweite für die nächste EtappeSoC % bei Ladeende
67 Km5035270 Km84%
75 Km6045330 Km96%
104 Km4224230 Km79%
Ausgewählte, in der Praxis dokumentierte Ladehübe. Die Etappenreichweite beinhaltet nicht die Restreichweite, die beim Erreichen der nächsten Ladepause noch vorhanden ist. D.h. 50 bis 100 Km kommen zur jeweiligen Reichweite noch dazu. Die Daten stammen aus dem Ladeprotokoll der ID App.

Legende der Spalten:

  • Restreichweite: Die Reichweite, die angezeigt wurde, als wir am Ladepunkt angekommen sind.
  • geladene kWh: Die Energie in kWh, die wir an der Ladesäule geladen haben.
  • Dauer in Minuten: Die Zeit, die das Laden gedauert hat.
  • Reichweite für die nächste Etappe: Die Reichweite, die sich ergibt, wenn man die geladenen kWh auf den Durchschnittsverbrauch umrechnet.
  • SoC % Bei Ladeende: Der State Of Charge (also der Ladezustand in %) beim Beenden der Ladung.

Langsamer als der Verbrenner?

Absolut nicht. Wir fahren diese Strecke schon seit Jahren mit den Bikes und wir haben auch mit dem Verbrenner ausreichend Pausen gemacht, sodass die Reisezeit schon immer bei 12 Stunden gelegen hat. Also exakt die gleiche Zeit, wie heute mit dem ID.4. Im Urlaub ist der ID.4 unserem alten Diesel also in der Reisezeit ebenbürtig. Im Komfort ist der ID.4 aber deutlich überlegen! Was es auf einer langen Strecke zu beachten gilt, das findet Ihr hier: Das E-Auto Langstrecken und Lade Einmaleins. Siehe auch: ID.4 FAQ.

Reisen 2.0

Es macht einen brutalen Unterschied, ob Du in einem veralteten Diesel, oder einem E-Auto verreist. Der ID.4 ist leise, vibriert nicht und sein Unterboden heizt sich durch Motor und Auspuff nicht auf. Seine Assistenzsysteme lassen ihn fast von alleine fahren. Das ist Entspannung pur, wozu auch die extrem guten Sitze beitragen. Nach so einem Trip ist einem eines vollkommen klar: Nie wieder Verbrenner – E-Mobilität funktioniert für uns alle! Ein Verbrenner wirkt plötzlich so dermaßen antiquiert, dass sich das kaum in Worte fassen lässt. Man muß das erlebt haben! Man könnte auch sagen: Autofahren macht wieder Spaß.

E-Mobilität ist angekommen

Die extrem positive Erfahrung mit dem ID.4 hat mir eines gezeigt: Die E-Mobilität ist massentauglich geworden. Es gibt keine echte Ausrede mehr, warum man – auch als Familie – mit einem Verbrenner liebäugeln sollte. Ja, es mag Szenarien geben, wo das E-Auto immer noch nicht optimal ist, wenn wir an Reisen nach Osteuropa denken, wo das Ladenetz nicht gut ausgebaut ist. Das Bild auf der Strasse ändert sich: Wir haben viele E-Autos aller möglichen Marken gesehen, wenngleich die ID von VW und die Teslas scheinbar den Markt bestimmen. Aber trotzdem: E-Mobilität ist keine Modeerscheinung mehr und mich hat es sehr gefreut, so viele Familien an den Ladesäulen zu treffen, die mit ihren E-Autos genau das machen, von dem immer noch viele Verbrennerfans meinen, dass das nicht geht: Familienurlaub. Sogar einen Dänen mit Anhänger hinter seinem ID.4 haben wir in Bayern auf dem Weg nach Süden gesehen. Es geht einfach alles mit dem E-Auto.

Und im Alltag?

Das wäre die erste Variante des Artkiels gewesen, bevor wir die Langstreckenerfahrung mit dem ID.4 gemacht haben. Im Alltag auf meiner Pendelstrecke liegt der ID.4 im Sommer unter 12 kWh/100 Km. Es sind also Alltagsreichweiten im Stadt- und Landverkehr von über 700 Km möglich. Damit wird E-Mobilität auch endlich für Stadtbewohner ohne eigene Wallbox zur Option, denn dann lässt sich das E-Auto genauso tanken und nutzen wie ein Verbrenner.

ID.4 Verbrauch
Auch das ist möglich: 9,9 kWh/100 Km auf meiner täglichen Pendelstrecke, wenn man gelernt hat im Modus B zu segeln. Der ID.4 lässt sich extrem effizient bewegen.

Reichweite

Die Reichweite ist natürlich sehr individuell, aber eines hat der ID.4 bisher eindrucksvoll bewiesen: 300 Km auf der Autobahn klappen immer und in meinem Alltag komme ich im Mix aus Stadt und Land auf solide 650 Km Reichweite im Sommer und 400 Km im Winter. Bei Kälte ist der Verbrauch natürlich höher, da der ID.4 die Heizungen für die Batterie und den Innenraum aktivieren muß. 3-4 kWh sind daher bei einstelligen Temperaturen mehr zu berücksichtigen. Auf den ersten ca. 15 Km bei Frost ist der Verbrauch noch überproportional hoch, flacht aber so ab, dass er auf einer Strecke von 20 Km auf normale Werte fällt. Dennoch: Aktuell (Winter) – mit 12000 Km (01/2022) auf dem Kilometerzähler – liegt mein Langzeitverbrauch der letzten 9000 Km bei 16,9 kW/h auf 100 Km. Das Teilt sich auf in ca. 40% Autobahn und 60% Stadt und Land. Siehe auch: ID.4 FAQ.

ID.4 Detail Innen
Touchdesign auch am Lenkrad. Wahlweise kann man die virtuellen Tasten drücken, antippen oder darüber wischen, um eine Funktion auszuführen. Mich überzeugt das Konzept mehr als die ganzen Knöpfe von Früher.

Die Bedienung

Der ID.4 macht schluß mit Knöpfen und Tasten. So wie vom Smartphone und Tablet inzwischen gewohnt, wird beim ID.4 nahezu alles durch Berühren oder Wischgesten gesteuert. Ich persönlich komme damit viel besser zurecht, als mit den unzähligen Knöpfen von damals. Und nahezu immer habe früher ich versehentlich die hinteren Fenster geöffnet, wenn ich versuchte ohne hinzusehen das Fahrerfenster zu öffnen. Dankenswerterweise hat der ID.4 nur noch 2 Tasten vorne. Das Gros der Funktionen wird über den zentralen Touchscreen und wahlweise die Sprachbedienung gesteuert. Z.Bsp. sagt man einfach: “Hallo ID, mir ist kalt.” schon wird‘s wärmer. Die Anzahl an Interaktionen ist trotz der hohen Funktionalität sehr niedrig. Das entspannt und wirkt auf mich sehr gelungen.

Laden

An unserer 11 kW Wallbox würde ein volle Ladung ca. 7 Stunden dauern. Allerdings laden wir den ID.4 im Alltag nur bis 80%. Bei spätestens 30%, bzw. wenn es uns gerade passt, wird er nachgeladen. Meistens ist das 1x pro Woche der Fall. Unterwegs bekommt er vorzugsweise seinen Strom bei Ionity, bzw. einem HPC Lader. Bis ca. 35% lädt der ID.4. mit über 125 kW. Danach fällt die Ladeleistung langsam ab. Um von 10% wieder auf 80% zu kommen, vergehen ca. 35 Minuten. Bis 100% sind es knappe 50 Min. Eine große Pause reicht also immer aus, um den ID.4 mit ausreichend Strom zu versorgen. Man kann natürlich auch Taktieren. Das Optimum liegt bei 120-130 km/h und Nachladen bis max. 60%. Dann muss man zwar öfter halten, aber die Ladezeiten sind so kurz (10-15 Min.), dass die beste Reisezeit erreicht wird. Siehe auch: ID.4 FAQ.

ID.4 Tip zur Ionity Navigation auf Langstrecke

Für Einsteiger mit Reichweitenangst, ist es wichtig, dass die Navigation im Auto die Ladepunkte automatisch berechnet. Das macht der ID.4 mit der Software 2.3 ganz ordentlich, leider nur nicht mit Ionity exklusiv. Ich habe den WeCharge Plus Tarif und lade für 30 Cent bei Ionity. Jeder ID Käufer hat die Option dazu. Ich will daher eigentlich nur bei Ionity laden. Um das zu erreichen, nutze ich folgenden “Trick”: Ich lasse ganz normal eine Route berechnen und fahre los. Unterwegs sage ich: “Hallo ID, Suche Ionity”. Der ID.4 sucht nun nach Ionity Stationen entlang der Route, sortiert nach Entfernung. Die gewünschte Station tippe ich an und wähle das Icon “Als Zwischenziel hinzufügen”. Die Navigation baut die Ladestation in die Route ein und passt automatisch alle weiteren Ladestops an. Das funktioniert exzellent – man muss es nur wissen 😉 Auf diese Weise fahre ich von Ionity zu Ionity und geniesse das problemfreie Laden.

Für die Familie

Der ID.4 bietet besonders hinten viel Raum für kleine und große Passagiere, der sich besonders durch den fehlenden Mitteltunnel – also den flachen Boden – viel besser nutzen lässt, als in einem Verbrennerfahrzeug. Besonders auf einer langen Reise, können sich die hinteren Mitfahrer bequem ausbreiten. Trotz der noch kompakten Außenmaße, passt viel Gepäck in den Kofferraum. Unser alter Dieselkombi war deutlich länger und breiter, aber dennoch haben wir weniger Gepäck hineinbekommen, als in den ID.4

Handling in der Praxis

Der ID.4 fährt sehr komfortabel und leise ohne dabei völlig unsportlich zu sein. Aus meiner Sicht bietet er für ein SUV einen sehr guten Kompromiss. Im Alltag verwöhnt er uns aber immer wieder mit seinem extrem kleinen Wendekreis von nur 10 Metern. Man kommt in eigentlich jede Parklücke in einem Zug hinein, kann mal eben spontan auf einer Strasse wenden oder sich durch enge Altstädte schlängeln.

Den Winter überlisten (Software 2.3 oder älter)

Im Winter braucht der ID.4 ganz logischerweise mehr Energie. Ein Teil dieser Energie wird zur Beheizung der Batterie verwendet. Mit einem kleinen Trick kann man den ID.4 austricksen und den Winterverbrauch teils deutlich reduzieren. Dazu startet man per App die Vorklimatisierung, ohne dass der ID.4 an der Wallbox hängt. Standardmässig läuft der Timer 30 Minuten. Nach ca. 15 Min bricht man das Vorheizen ab. Die Batterie wurde dadurch beheizt und hat 8 Grad Temperatur erreicht. Stellt man jetzt die Fahrbereitschaft her, denkt der ID.4, dass die Batterie warm genug ist und beheizt auf der Fahrt den Akku nicht mehr zusätzlich. Wenn man nicht vorheizt, läuft die Batterieheizung solange, bis die Batterie min. 12 Grad aufweist und das kostet viel Energie. Die Auslöseschwelle für die Batterieheizung liegt bei weniger als 8 Grad mit Software 2.3 oder älter. Inzwischen hat unser ID.4 das Update 2.4 erhalten und aktiviert die Batterieheizung jetzt erst unter 0 Grad.

ID.4 Winterverbrauch

Den Winter im Griff: Es gab schon die Kritik, ich würde mir nur etwas vormachen, da das Vorheizen im Durchschnittsverbrauch nicht angezeigt wird. Falsch: Wenn man das Vorheizen auf smarte Weise bei 8 Grad Batterietemperatur abbricht, sinkt nicht nur der Durchschnittsverbrauch, sondern die überproportionale Reichweitenabnahme ist viel geringer. Fahre ich mit voller Batterieheizung diese Strecke, habe ich einen Verbrauch von 23 kWh/100 Km und verliere auf 21 Km Strecke knapp 40 Km Reichweite! Mit meiner Sparmethode erreiche ich einen Verbrauch von ca. 17 kWh/100 Km und verliere auf den 21 Km nur 27 Km Reichweite. Das ist also deutlich effizienter.

Aber eben nur im Winter auf Kurzstrecken

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Das eben Beschriebene gilt nur für Kurzstrecken im Winter mit der Softwareversion 2.3.0 (0910). Fährt man eine lange Strecke, gleicht sich die Batterieheizung vollkommen aus und man sieht sie im Durchnittsverbrauch nicht mehr. Noch ein Tip: Im Winter auf Langstrecke bloss nicht bewusst langsam fahren. Die Batterie kommt dann nicht auf Temperatur und die maximale Ladeleistung sinkt. Lieber mind. 120 bis 130 auf der Autobahn fahren, dann erreicht die Batterie über 20 Grad und am Schnellader macht es Spass.

Die (ehemals) kleinen Schattenseiten

Die gibt es leider auch und das ist ein wenig die Software bzw. die App. Ausgeliefert wurde unser ID.4 mit der Softwareversion 2.1. Diese Software konnte man eigentlich nur als schlechten Scherz verstehen. Fehler über Fehler, dass ich darauf nicht weiter eingehen will. Im Spätsommer kam dann Over The Air das Update 2.3. Es ist ein deutlicher Fortschritt und soweit habe ich keine gravierenden Bugs gefunden. Der Funktionsumfang ist ok, aber wenn man mal in anderen modernen E-Autos gesessen hat, sieht man den deutlichen Verbesserungsbedarf. Insbesondere die doch eher simple Ladeplanung hat noch Luft nach oben. Den technischen Offenbarungseid leistet VW allerdings mit der Smartphone App. Die We Connect ID App ist aktuell noch recht funktionsarm, unausgereift und vor allem unzuverlässig. Sicher: Zum Fahren brauche ich keine App und mit der Software 2.3 funktioniert der ID.4 sehr gut, aber VW ist im Bereich der Software leider viel zu langsam. Das Update 3.0 soll in Q2/2022 kommen. Man darf also noch den ganzen Winter durch ohne die Kurzstreckenoptimierung fahren und auf die bessere Ladekurve warten. Man bekommt also ca. 1x pro Jahr ein Featurepack. Das können einige Wettbewerber einfach erheblich besser. Aber: Inzwischen werden neue Fahrzeuge mit Version 3.0 ausgeliefert. Das Thema hat sich also eigentlich erledigt

Update zur Softwaresituation (02/2022)

Durch einen sehr netten Zufall an einer Ladestation, konnte ich einen Blick auf die kommende Softwareversion 3.1 werfen. Wenn dieses Feuerwerk an Features demnächst so kommt, nehme ich gerne alle Kritik an der Software zurück. Ich habe u.A. Benutzerprofile gesehen, eine neue Ladeplanung, Ionity-Exklusiv Option (endlich!), Filter auf Ladeleistung, Vorausgesagter Ladestand an den geplanten Ladesäulen, Apple Music, Spotify und sogar Spiele wie Solitär und ein Rennspiel. Und da ich das alles zufällig an einem Schnelllader sehen konnte, war ich auch gleich noch von der neuen Ladekurve begeistert. 10 kW Peakleistung ist zwar nicht viel mehr Spitzenleistung aber das Niveau wird sehr lange gehalten. Mein “Ladepartner“ war glatte 10 Min. schneller auf 80%. Top! Ein Nachtrag: Die Version 2.4 ist nun verfügbar und auch schon installiert. 3.0 ist ebenfalls veröffentlicht und sollte bald via OTA Update auf unseren ID kommen.

Schmutz

Nein, es kommt jetzt nichts Unanständiges, sondern noch eine Kleinigkeit zum Thema Schattenseiten. Dabei geht es um die Rückfahrkamera. Die ist bei Regen kaum zu gebrauchen, denn sie verschmutzt sehr leicht und sehr stark und durch die Tropfen, die gerne an der Heckklappenkante hängen, sieht man schlichtweg gar nichts. Betätigt man die Heckscheibenrenigung, wird auch die Kamera gereinigt, aber die Reinigung ist nicht besonders gut.

Bikes im ID.4

Fahrräder im ID.4

Wenn man die Bikes nicht am Heck transportieren will, passen bis zu 3 Fahrräder und 3 Personen in den ID.4. Auf dem Bild liegen 2 MTB Hardtails ganz bequem im Ladeabteil bei 2/3 umgeklappter Rückbank. Es passen dann noch die Laufräder, 1 große Reisetasche und die Kofferaumabdeckung hinein. Für einen MTB Urlaub zu Zweit braucht es also keinen Fahrradträger am Heck. Übrigens: Der Verbrauch des ID.4 mit Fahrradträger ist um 2 kWh/100km höher also ohne.

Fazit nach einem Jahr

Vor 2 Jahren habe ich das letzte Mal einen Verbrenner betankt und seit einem Jahr haben wir keinen Verbrenner mehr im Haus. In diesem Jahr und nach 23.000 Km habe ich den Verbrenner nie vermisst. Im Gegenteil. Egal ob im Alltag oder auf einer langen Reise war das elektrische Fahren für uns mit keinerlei Einschränkungen verbunden. Die Freiheit nicht mehr von Tankstellen abhängig sein zu müssen, hat sich als absolutes Killerargument pro E-Mobilität erwiesen. Ich muss mich zum Feierabend nicht mehr um freie Zapfsäulen balgen und ein Wochenende Sonnenschein reicht aus, um den ID.4 für eine Arbeitswoche kostenfrei und klimaneutral mit Sonnenstrom aus der Photovoltaikanlage fahren zu lassen. Für mich persönlich gibt es keinen Weg mehr zurück zur Dinosauriertechnik. Der ID.4 hat für mich nur Vorteile. Mehr Fazit gibt es hier.

Also?

Ein absolutes Ja zur E-Mobilität und dem ID.4. Das Fahrzeug ist für uns als Familie perfekt für all das geeignet, was wir mit einem Auto anstellen wollen. Die hohe Reichweite, der Komfort und der Stauraum machen den ID.4 für uns zu einem tollen Allroundauto. Ich kann den Stromer daher ohne jede Einschränkung empfehlen. Weitere Antworten auf mögliche Fragen gibt es in der ID.4 FAQ!

ID.4 Bikes
Ready To Go: Gepackt für den Trip in die Alpen. Über 900 Kilometer liegen vor dem ID.4 und seinen 4 Passagieren. Ein Trip den der ID.4 souverän gemeistert hat.

Der ID.4 ist nicht unser erstes E-Auto. Wir fahren sonst auch noch mit unserem e-Golf durch die Gegend.
Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis: E-Mobilität

Wegen der vielen Kommentare und Fragen, findet Ihr hier auch die ID.4 FAQ.

177 Comments

  1. Hallo. Ich kann die Zahlen kaum glauben. Mein Model 3 nimmt sich 230 Wh/100 km mit 2 Bikes auf der AHK bei 110 Km/h. Wenn ich das richtig rechne, dann kommst Du maximal 427 Km bei Autobahntempo ?
    Nicht falsch verstehen, ich glaube Deinem Bericht, aber ich hätte diese Effizienz beim ID.4 nicht für möglich gehalten.

    Gruß, Andreas

    • Hallo Andreas,
      ich kann über die Relation zu Deinem Tesla kein Urteil fällen. Verglichen mit unserem eGolf ist der ID.4 1-2 kWh höher im Verbrauch. Wir haben aber festgestellt, dass die Bikes keinen erkennbaren Mehrverbrauch im ID.4 erzeugen. Insgesamt sind wir selbst von der Effizienz des ID.4 sehr positiv überrascht.
      Gruss, Matz

        • Hallo Andreas,
          ich weiß nicht recht, wie ich den ersten Teil der Frage verstehen soll. Das Auto zeigt immer den Gesamtverbrauch an. Du kannst zwar direkt sehen, wie sich der Verbrauch ändert, wenn man z.Bsp. die Heizung benutzt, aber ich habe da noch nie ausgerechnet, was das im Einzelnen ausmacht. Die Ladeverluste an CCS liegen bei ein paar wenigen KWh bei 100% Ladung. Genau weiß ich es nicht.
          Gruß, Matz

            • ich kenne mich mit Tesla nicht aus, aber die Verbrauchsanzeige bei unseren beiden elektrischen VW ist immer bezogen auf den Bruttoverbrauch.

              Gruss, Matz

  2. Toller Bericht!
    Unser Model S steht aktuell mal wieder im SeC was wir für eine ausgedehnte Probefahrt mit dem ID.4 genutzt haben. Ich verstehe Deine Begeisterung gut. Uns und besonders meiner Frau gefällt der VW besser als der alte Tesla. Beim Laden bin ich mir nur nicht so sicher, ob es klug wäre auf die SuC zu verzichten. Mit der Marke, der Qualität und dem miesen Service bei Tesla bin ich jedenfalls schon mal durch.
    Wie ist das Laden bei Ionity und Co.?

    LG, Micha

    • Moin Micha,
      ich persönlich hatte noch an keiner Ionity oder EnBW Ladesäule irgendwelche Probleme. Laden bei anderen Anbietern kann aber durchaus problematisch werden, das lässt sich kaum schönreden. Genausowenig kann man das Laden per se schlechtreden. Man muss wissen, welche Anbieter man meiden sollte, oder einfach gesagt: Benutze nur Ionity und oder EnBW und Laden ist komplett problemfrei.
      Gruss, Matz

  3. Du schreibst, daß dieses E-Auto sich auch für Städter ohne Wallbox eignet. Das verstehe ich nicht. Das Auto muß doch auch geladen werden.

    • Hallo Dennis,
      Wenn Du als Großstadtbewohner viel in der Stadt fährst, dann kommst Du mit der großen Batterie weit jenseits der 500 Km weit. In der Praxis fährst Du damit genauso weit, wie mit einem Verbrenner (bezogen auf den Stadtverkehr). Also lädst Du das Auto so, wie Du früher getankt hättest. Den Rest der Zeit parkst Du an Deiner Lieblingslaterne 😉
      Gruss, Matz

        • Dennis, laut der Offiziellen Konformitätserklärung ist der ID.4 mit einer WLTP Reichweite von 522 Km angegeben und einer Innerstädtischen Reichweite von 655 Km. Wenn man ganz normal im Sommer nur Stadtverkehr absolviert, liegst Du bei rund 12 KWh/100km. Das sind 641 Km. Das ist realistisch, da ich genau auf solche Werte in der Praxis komme. Wenn Du auf der Autobahn unterwegs bist, ist der Verbrauch deutlich höher und dann kommen wir in den Bereich wo manche Youtuber recht haben. Es kommt auf Dein Fahrprofil an. Aber nochmal: Wenn Du nur im Stadtverkehr unterwegs bist, ist die hohe Reichweite realistisch.
          Gruß, Matz

  4. Hallo.
    Wir stehen vor der Entscheidung, ob wir auf Elektro gehen, oder nochmal einen Benziner nehmen. Ein ID.4 würde für die Familie gut passen, aber ich weiß einfach nicht, ob es sich mit den Einschränkungen wie Reichweite und Ladedauer leben lässt.

    Grüße, Karsten

    • Hallo Karsten,
      wenn Du eine Antwort auf die Frage möchtest, würde ich die Gegenfrage stellen: Was stört Dich an der Reichweite und der Ladegeschwindigkeit? Auf Langstrecke macht man alle 300 Km eine Pause während derer man das Auto lädt. Daraus ergeben sich keine Einschränkungen. Es ist nur eine andere Vorgehensweise. Wer 1000 Km ohne Pause vollgas fahren will, der wird mit den aktuellen E-Autos nicht glücklich. Im Alltag ist die Reichweite groß genug und mit einer Wallbox zu hause lädt man das Auto, wie ein Smartphone.
      Gruss, Matz

      • Hallo Matz,
        danke für Deine Antwort. Ich will bestimmt nicht 1000 km durchfahren. Ich meine, was mache ich, wenn die die 300 Km verfahren habe und im Stau stehe? Was mache ich, wenn ich keinen Strom mehr habe? Bei YT sagen sie, daß man über 50 Min. für das Volladen braucht. Das ist ziemlich lange.

        Grüße, Karsten

        • Aha, verstehe 🙂 Ein E-Auto verhält sich in ganz wichtigen Dingen entscheidend anders als ein Verbrenner und ich weiß, dass dieses Umdenken schwer ist. Wenn Du im Stau stehst, oder Stop & Go fährst, dann sinkt der Energieverbrauch des E-Auto erheblich. Beim Verbrenner ist es genau anders herum. Im Stau brauchst Du kaum Energie. In der Praxis sinkt der Verbrauch mit Klima im Stau auf 13 kWh pro 100 Km. Im Stand brauchst Du ca. 0,5 kW pro Stunde. Damit kannst Du halbe Ewigkeiten im Stau stehen. Das Auto warnt Dich sehr rechtzeitig vor einem niedrigen Akkustand und Strom gibt es an nahezu jeder Raststätte. Ansonsten sind Ladestationen in Hülle und Fülle im Navi verzeichnet. Wenn Du mit leeren Akku in einen Stau fährst, wäre das sicher schlecht, aber sowas macht man mit einem Verbrenner ja auch nicht. Der ID.4 zeigt die voraussichtliche Ladezeit immer bezogen auf das Ladelimit an. Stellt man das Ladelimit auf 100% (Volladung), dann schreibt er in der Ladevorschau bei den Ladestops immer eine Ladedauer von 51 Min. Man merkt als ID.4 Eigentümer sofort, wo die Youtuber ihre Weisheiten herhaben – die wenigsten probieren es wirklich aus, sondern rechnen hoch oder schreiben den Wert aus dem Navi ab. In der Praxis hat er bei mir noch nie diese 51 Min. gebraucht, sondern war immer schneller. Im Durchschnitt lade ich bei einer Pause zwischen 30 und 40 Min. Das ist die Zeit, die die Familie für eine Pause einfach braucht. In dieser Zeit lädt der ID.4 immer über 90% und das reicht für die nächste Etappe völlig aus. Am Ende ist die gesamte Reisezeit entscheidend, also die Zeit von Abfahrt bis Zielankunft. Diese Zeit unterscheidet sich bei uns absolut nicht von der Zeit, die wir mit dem Verbrenner gebraucht haben.
          Gruss, Matz

          • Vielen Dank für die ganzen Details. Ist halt doch was anderes, wenn man jemanden fragen kann. Bei Carmaniac wir immer gesagt 300 Km und dann 80% laden mit 250 Km. Das ist aber dann doch weniger als bei Dir. Was stimmt denn eher?

            Grüße, Karsten

            • Hallo Karsten,
              um den echten Langstreckenverbrauch beurteilen zu können, musst Du auch wirklich Langstrecke fahren und mehr als 1x laden. Wenn Du eine Reise frisch beginnst, ist der Verbrauch auf den ersten 150 Km gut 5 KWh höher als am Ende der Reise. Das merkt man aber erst, wenn man den ID.4 richtig und in Realität benutzt. Daher sind die Verbrauchswerte der Youtuber mit Vorsicht zu genießen. Auch ändert sich die Reichweitenberechnung je leerer der Akku wird. Wenn Du normal im
              Verkehr mitschwimmst, kommst Du immer über 300 Km. Inkl. satten Puffer. Meistens habe ich nach 300 Km noch einen Rest von bis zu 100 Km.
              Am Anfang hat man immer Reichweitenangst; das ging mir genauso. Der ID.4 zeigt Dir aber eindrucksvoll, dass Du keine Angst haben musst. Buche Dir eine Probefahrt übers Wochenende und probiere es aus.
              Gruß, Matz

  5. Danke für Deine hilfreichen Erklärungen. Die Probefahrt werde ich mir ganz sicher jetzt organisieren. Du kommst also auch bei 80 Prozent über 300 Km ?

    Grüße, Karsten

    • Wenn wir Langstrecke fahren, stelle ich das Ladelimit auf 100% und wir machen dann die Pause so lange wie wir es als Familie brauchen und nicht wie das Auto es braucht. Bei all diesen Pausen hat der ID.4 immer zwischen 86 und 100% Ladezustand erreicht. Besonders wenn der Akku sehr leer ist, also 20% oder weniger braucht er wesentlich weniger Zeit um über 80% zu kommen, als wir für die Pause brauchen. Wir Klammern und also nicht an das 20/80 Fahren. Bis 90% lädt der ID.4 sehr zügig durch. Laut der Werte im WeCharge Ladeprotokoll laden wir 60 KWh in 45 Min, dass sind pro Ladehub also ca. 330 Km Reichweite bis zur nächsten Ladung. 50 KWh laden wir in 38 Min, was 270 Km entspricht (ca. 80% Ladung). Entscheidend ist: Wir passen uns nicht dem Auto an, sondern das Auto uns und hat damit immer mehr Energie in der Batterie als wir bräuchten. So soll das auch sein 😉

      Gruß, Matz

      • Wirklich klasse, das sind ja mal echte Zahlen mit denen man rechnen kann und unter denen ich mir etwas vorstellen kann.
        Vielen Dank und Grüße, Karsten

  6. Danke für Deine Eindrücke. Ich habe ein Tesla Model Y bestellt, warum hast Du das nicht dem VW vorgezogen? Tesla ist zu ziemlich in jeder Disziplin der Vorreiter.

    • Hallo Fossibär,
      in wie weit Tesla ein Vorreiter ist, scheint mir sehr viel individuelles Empfinden zu sein und wenn Du Dich beim Tesla gut ausgehoben fühlst, hast Du die richtige Entscheidung getroffen. Für mich persönlich gibt es zu viele Dinge, die mich davon abhalten. Mir ist Qualität und Service wichtiger, als Beschleunigung und eine furzende Hupe. 😉
      Gruss, Matz

  7. Das ist mal ein toller Bericht. Danke dafür! Ich fahre selber einen ID4 und will einen Fahrradträger anschaffen. Was für ein Träger ist da zu empfehlen, wenn bis zu 4 Räder mitgenommen werden müssen. Und weiters: Wie lässt es sich rückwärts an der Ladestation einparken? Passt es mit dem Kabel?

    Servus, Steffan

    • Hallo Steffan,

      Wir haben den Thule EuroClassic 929. Der ist für 3 Bikes ausgelegt und kann mit einer Erweiterungsschiene auf 4 Bikes erweitert werden.
      Da beim ID.4 die Rückfahrkamera so tief hängt, kannst Du durch den Träger hindurch auf den Millimeter genau an die Ladesäule fahren. Bei Ionity und EnBW sind die Kabel lang genug. Bei älteren Tripplechargern mit 50 KW sind die Kabel zu kurz. Das kann sehr knapp werden.

      Gruß, Matz

  8. Diese Berichte machen mich immer neidisch. Habe im März den ID.4 bestellt und soll noch bis September warten. Hatte auch gehofft heuer schon damit zu reisen.
    Trotzdem ein ganz toller Bericht. Freue mich schon auf den Meinen.
    Servus, Franz

  9. Toller Beitrag, mein Lieber.
    Wir waren ebenfalls mit dem ID.4, 4 Personen und 2 Bikes im Urlaub. Insgesamt fast 3000 Km ohne Probleme.

  10. Hallo Matz,
    mach‘ nur so weiter, dann bekommst Du selbst mich noch zum E-Auto 😁
    Und Du weißt ja: Wenn die Dinger bis zu 700 Km bei Vollgas durchhalten, bin ich dabei.

    Viele Grüße, Harald

  11. Hallo Matz,
    wenn ich mir das so durchlese und die Berichte aus dem Forum dazuzähle, dann ist der ID.4 in der Praxis deutlich effizienter, als man es vermuten könnte (anhand der Daten von VW).
    Wie sieht es denn mit der Ladegeschwindigkeit aus? Urlaub ist das eine, aber Dienstreise etc was anderes.

    Lg, Anton

    • Hallo Anton,

      Du musst ca. 40 Minuten für eine weitere 300 Km Etappe kalkulieren. von 20 bis 80 % geht auch in ca. 30 Min. dann aber eben für ca. 250 Km Etappenlänge. Am Ende solltest Du nur soviel nachladen, wie Du für die kommende Etappe brauchst. Bis zu einem SoC von 35% lädt der ID.4 mit rund 128 kW und fällt dann langsam ab. Von 10 bis 80% liege ich bei einem Durchschnitt von ca. 110 Kw. Ab 80% wird’s immer langsamer. Bei 90% sollte man aufhören. Für mich und meine Fahrweise reichen 90% für eine 300 Km Etappe, daher lade ich persönlich möglichst immer bis an die 90%. Unterm strich lädt der ID.4 also insgesamt recht schnell wieder nach. Für mich ist das absolut ausreichend.
      Gruss, Matz

  12. Der ID.4 bzw. Enyaq würden mir für die Familie richtig gut passen, aber ich kann mir bei dem Ladechaos außerhalb der Supercharger nicht vorstellen, von Tesla zu wechseln. Ich bewundere Deinen Mut, damit in den Urlaub zu fahren.

    • Mir ganz persönlich ist es ja schleierhaft, warum sich diese Mythen so hartnäckig halten. Ich fahre nicht erst seit dem ID.4 elektrisch und hatte einfach noch keine echten Probleme. Sorry, wenn das vielleicht nicht zu glauben scheint. Besonders mit dem ID.4 haben wir leider so gar keine Ladeschwierigkeiten.
      In den Foren und bei YT wird super viel Unsinn diskutiert und klar vermarktet sich ein Video besser, wenn man über das angeblich so schlechte Ladenetzwerk herzieht. Wieso es aber der ganz normale ID.4 Familienvater schafft, seine Familie über tausende Kilometer ohne Probleme zu transportieren, darüber machen sich die “Spezis” der Szene keine Gedanken. An den Ionity’s haben wir E-Autos aller möglicher Hersteller getroffen. Mit Dachkoffer, Fahrradträgern, Gepäck, Anhänger und fernen Reisezielen. Sie machen es einfach! Und das ist schon der kleine aber feine Unterschied: Die Masse der E-Fahrer käut keine Forenweisheiten wider, sondern fährt einfach.
      Man braucht keinen Mut, um mit dem ID.4 in den Urlaub zu fahren.
      Gruss, Matz

      • 100% Zustimmung. Das geht mir genauso. Ich hatte bis 2019 ein Model S, seither den etron 55 und jetzt dazu noch den ID.4 (meiner Frau). Ich habe bisher die SuC nicht vermißt. Ich lade auch nur exklusiv bei Ionity – No Probs. Wegen der unglaublichen Effizienz des ID.4 sind wir dieses Jahr mit dem in den Urlaub gefahren. Wenn ich das im TFF-Forum erzählen würde, würde ich gelyncht werden. Die Fanboys vertragen es nicht, dass Tesla nicht mehr das Maß der Dinge in der E-Mobilität ist.

        • Ich freue mich für jeden, der mit seiner persönlichen Wahl seines Fahrzeuges glücklich ist und Tesla ist ohne Frage ein wichtiger Vorreiter der Branche. Am Ende können die Fanboys reden, was sie wollen. Wir fahren in der Zwischenzeit einfach 😀
          Gruss, Matz

        • Das Teslaforum ist das unredlichste Forum überhaupt. Alles voll mit Werbung und sog. Kooperationspartnern. Bei jedem Defekt, bei dem ich im TFF Forum einen Beitrag verfasst habe, wurde ich von Usern per PN gedrängt, deren Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Widerlich!
          Das ist eine Sekte. Man darf da ja nicht schreiben, dass an einem Tesla etwas nicht gut ist, dann drehen die kollektiv durch.
          Wenn das Leasing für den Tesla abgelaufen ist, werde ich wieder auf einen deutschen Hersteller umsatteln. Qualität und Service ist bei Tesla unterirdisch. Bei mir wird es der Q4 werden.
          Lg, Lukas

          • Hallo Lukas,
            Deine persönliche Erfahrung ist bedauerlich und leider gibt es in Foren immer wieder polarisierende Persönlichkeiten. Dennoch sehe ich das immer mit der gebotenen Toleranz und hoffe, das wir uns in der Diskussion um die Sache bemühen.
            Gruss, Matz

  13. Hallo.
    Ich bin auf der Suche nach der Canon 7 hierher gekommen und bin überrascht auf dieser Seite Infos zur Elektromobilität zu finden. Mein altes Auto hat ausgedient und ich möchte eigentlich keinen Verbrenner mehr. Ich war schon bei einem VW Händler und habe mir ID3 und ID4 angesehen. Der Verkäufer wollte mich zum Benziner drängen, weil angeblich Elektro nichts für mich wäre. Ich bin jetzt unsicher, was wohl die richtige Entscheidung wäre. Dürfte ich um etwas Unterstützung fragen? Bei dieser Materie ist es für einen Laien wie mich nicht leicht Informationen zu bekommen. Eine Frage zur Canon 7 habe ich auch noch.
    Beste Grüße, Martin

    • Hallo Martin,
      schade, dass der Händler Dich einbremsen will. Ich beantworte Dir gerne alle Fragen und natürlich besonders gerne Fragen zur Canon 7. Schicke mir einfach eine Nachricht über die Kontaktseite mit dem Betreff E-Auto, dann sehe ich das schneller.
      Gruß, Matz

  14. Hallo Matz,
    ich habe Deinen Ionity-Tip auf meiner Urlaubsreise mit meinem ID.3 angewendet. VIELEN DANK für diesen Tip! Es hat superschön geklappt. Und danke für Deinen tollen Bericht.

    SoLo, David

  15. Kann es sein, daß Sie die neue Software Version 2.3 installiert haben? Mein Bildschirm sieht etwas anders aus. Wenn die Software neu ist, hat das OTA Update gut funktioniert?

    Freundliche Grüße,
    Norbert

  16. Schöner Bericht.
    Lange Strecken kann man schon seit Jahren elektrisch fahren; die Verbrennerfraktion hat das nur noch nicht kapiert 😆

  17. Meine Erfahrung war bisher durchwachsen. Der ID.4 ist ein sehr gutes Auto, doch außerhalb von Deutschland war das Laden schwierig. In Italien standen wir sehr oft an defekten Säulen. Notgedrungen sind wir auf Ionity ausgewichen, was wir mit bis zu 1,09 Euro pro KWh bezahlen mussten, weil wir nur EWEgo, ShellRecharge und Maingau haben. In Italien hat fast nur die Shell Karte gearbeitet. Schöner teurer Mist.
    An einer Station ging der Ladestecker nicht mehr ab. Zum Glück kann ich gut Italienisch und konnte mir von der Hotline helfen lassen.
    Die Erfahrung hat mich geläutert. Ich werde mir eine WeCharge Karte zulegen und möglichst nur noch bei Ionity laden. Trotz der hohen Kosten sind wir auf dem Rückweg nur noch an Ionity angehalten und hatten keine Probleme.

    cu, Mario

  18. Hoi Matz,
    merci für Deinen Bericht. Ich bin die Strecke in der verkehrten Richtung gefahren. Von Zürich nach Esbjerg in Dänemark ohne Räder aber mit einer Box auf der Kupplung. Meine Beobachtungen decken sich mit den Deinen. Der Verbrauch betrug nach 2800 Kilometern im Durchschnitt 19 KWh.
    Urs

  19. Danke für diesen richtigen Erfahrungsbericht. Das hilft mir viel mehr, als diese Autotestberichte.
    Vielleicht kann ich eine Frage loswerden. Bei der Probefahrt wollte die Sprachbedienung so gut wie keine Adresse annehmen. Du schreibst die Sprachbedienung geht. Muß man die Sprache erst wie bei Siri anlernen?
    Danke für eine Antwort!
    Samsson

    • Hallo Samsson,
      Es gibt kein Anlernen. Ich vermute, dass der Vorführer max auf Softwareversion 2.1 gewesen ist. Mein Vorführer hatte damals auch 2.1 und die Spracheingabe hat mehr oder weniger gar nicht funktioniert (was wir aber vom eGolf schon gewöhnt waren).
      Mein Erfahrungsbericht beruht schon auf der neuen Software 2.3 und da klappt die Spracheingabe ganz hervorragend.
      Du kannst Deinem Händler gerne fragen, ob er nicht einfach mal den ID.4 updaten will 😉

      Gruß, Matz

  20. Schöner Bericht.
    Wir haben unseren ID.4 seit 3 Monaten, 5000 Km, 2000 Km Urlaub und Langzeitschnitt von 17,1 kW.

    Schöne Grüße von einem M3 Fan…
    …natürlich kein Tesla, sondern Leica M3 😁

  21. Hallo.
    Danke für den tollen Praxisbericht
    Ich bin zur Zeit am Auswählen zwischen folgenden Modellen: Skoda Enyaq, Hyundai Ioniq 5, Tesla Model Y und VW ID.4.
    Ich würde gerne wissen, die Du/Sie den Vergleich zu den anderen siehst.
    LG Michail

    • Hallo Michail,
      Vielen Dank für Dein Feedback und ich hoffe Ich kann Dir mit meiner individuellen und sehr subjektiven Meinung weiterhelfen.
      Der Enyaq, den seit kurzem ein Freund von uns fährt, baut ja auf der gleichen Plattform und Software auf. Was das Fahren, die Effizienz und den Nutzwert angeht, liegen ID.4 und Enyaq auf einem Niveau. Das Design des Enyaq ist zeitgenössisch und der Innenraum hat viele klassische Knöpfe und Schalter. Der ID.4 dagegen ist moderner designt und setzt auf Touchbedienung ohne Schalter. Mir persönlich gefällt das Touch-Konzept besser, doch der Enyaq hätte es bei uns genauso werden können, wenn er damals verfügbar gewesen wäre.
      Der Hyndai ist ein tolles Auto, aber der Kofferraum und dessen Zuschnitt ist für uns nicht geeignet. Ich habe den Ioniq 5 bisher nur gesehen und nicht gefahren, daher kann ich keinen seriösen Vergleich geben. Mir gefällt er aber insgesamt sehr gut.
      Das Model Y habe ich vor 3 Wochen kennenlernen können und war danach mehr als froh, wieder im ID.4 sitzen zu dürfen. Das Fahrwerk und die Geräuschentwicklung konnten mich leider überhaupt nicht überzeugen.
      Ich kann nur dazu raten, mit allen Kandidaten eine ausgiebige Probefahrt zu machen.
      Gruß, Matz

      • Ich habe bisher nur den Tesla probefahren können. Das war die erste Fahrt im Elektroauto überhaupt und ich bin immer noch begeistert. Am Fahrwerk ist mir nichts aufgefallen und leise ist er auch. Aber Danke für Deine Einschätzung. Ich bin gespannt auf die Fahrt mit den 3 anderen und sehr interessiert an echten Erfahrungen von E-Fahrern.
        LG Michail

        • Du musst Dir zur Probefahrt eine Strecke mit Kopfsteinpflaster, Schlaglöchern, Querfugen und tiefliegenden Kanaldeckeln suchen und dann auf dieser Strecke die Fahrzeuge vergleichen. Danach wirst Du sicher einige wichtige Erkenntnisse gewonnen haben. 😉
          Gruß, Matz

          • Gut, werde ich einplanen. Mir ist die Familien- und Reisetauglichkeit das Wichtigste, daher bin ich auch erst auf Deinen Blog gestoßen. Ich habe für morgen einen Termin bei VW. Bin sehr gespannt.
            LG, Michail

          • Ich hatte den ID.4 bis heute morgen und kann Dir zusammenfassen, daß er viel besser zur Familie passt, als der Tesla. Die Komfortwertung geht ganz klar an den ID.4. Aber bei heutiger Bestellung müsste ich nach Aussage des Verkäufers bis Ostern 2022 warten. Der Vorführer wäre ab November zu haben.
            LG Michail

            • Als Tip: Wenn die E-Mobilität für Dich ernsthaft in Frage kommt und Du einigermaßen zeitnah umsteigen willst, dann sichere Dir den Vorführer. Die Nachfrage ist groß und die Lieferzeiten lang. Freunde von uns haben unlängst einen Skoda Enyaq spontan aus der Ausstellung beim Händler heraus gekauft. Lieferzeit wäre auch erst irgendwann im nächsten Jahr gewesen.
              Gruss, Matz

          • Der Familienrat wird das entscheiden. Die Kinder wollen unbedingt den ID.4 haben. Ich will aber vorher noch den Skoda und den Hyndai testen.
            LG, Michail

          • Nach der Probefahrt mit dem Enyaq unter unter Berücksichtigung der Lieferprobleme, hat die Familie entschieden und wir haben den ID.4 aus der Ausstellung beim Händler gekauft.
            Danke Dir Matz für Deine Beratung und diesen sehr hilfreichen Artikel hier.
            LG, Michail

  22. Moin!
    Neulich durfte ich den ID.4 mit Travelassist probefahren. Wo ist der Unterschied zu dem normalen ACC? Der Verkäufer konnte mir das leider nicht erklären.
    Danke für Deine Antwort schonmal im Voraus.

    Benni

    • Hallo Benni,
      eigentlich ist das die perfekte Frage für den Verkäufer 😉
      Der Travel Assist hält Dich mittig in der Fahrspur und folgt der Straße ziemlich von alleine. Außerdem registriert er auch den Verkehr seitlich neben Dir.
      Alles andere, also der Adaptive Tempomat, die vorausschauende Anpassung an Tempolimits, Kurven, Kreuzungen und Kreisverkehre und die Verkehrzeichenerkennung gehört bereits zum pACC im ID.4. Der Spurhalteassistent ohne Travelassist, hindert dich nur am Verlassen der Spur und neigt dazu zwischen den Markierungen zu pendeln.
      Ob mit oder ohne Travel Assist, sind die Assistenz ziemlich gut im ID.4.
      Gruß, Matz

  23. Die Reichweiten halte ich für nicht realistisch zumal in den Tests ganz andere Verbräuche ermittelt wurden. Wie sollen denn diese Traumreichweiten erreicht werden können? Mit 80 im Windschatten?

    • Hallo TeslaDriver,
      wie ich im Beitrag schreibe, sind das meine persönlichen Erfahrungen. Vielleicht kannst Du eigene Erfahrungen zur Diskussion beitragen. Ich denke dass es ganz sicher von der persönlichen Fahrweise abhängt. Allerdings zeigt das Feedback von anderen ID.4 und Enyaq Fahrern, dass 16-18 kWh/100km ein guter Durchschnitt sind. Aus meiner Sicht sind möglichen Reichweiten in der Tat traumhaft und ich gebe gerne zu, dass ich auch nicht davor zurückschrecke, hinter einem Flixbus zu surfen 😃
      Gruß, Matz

    • Das Foto im Bericht von Matz ist doch gar nicht so schwer zu verstehen: 914 Km bei 81 Km/h also inkl. Ladepausen. Dazu muss man wohl logischerweise schneller als 80 hinter einem LKW fahren.

  24. good read even when ran through google translator. We’re happy with our ID.4 1st too here in Lockport, IL. A great daily driver and so much smoother than many other EV out there. Enjoy Your ride!

    Chester

  25. Hallo.
    Wir sind seit einigen Wochen stolze Besitzer eines ID.4 Pro Performance. Die Software ist bei Auslieferung schon 2.3 gewesen. Ich kann manchmal auf der Autobahn bis fast 180 km/h beschleunigen. Meistens bleibt er aber bei 164. Ist das bekannt? Im Netz bin ich bisher nicht fündig geworden.
    Grüße, Stephan

    • Hallo Stephan,
      beim Überholen auf der Autobahn hat unser ID.4 einmal auf 177 km/h beschleunigt. Das liess sich aber nicht reproduzieren und ich lege es ohnehin nicht darauf an. Möglicherweise ist das nur eine Unschärfe in der Software.
      Gruß, Matz

  26. Moin! Wir stehen kurz davor uns den ID.4 zu bestellen aber ich wir sind totale Anfänger in Sachen E.
    Mal eine ganz doofe Frage: Wie ist das beim Laden, wenn es regnet? Ist das gefährlich oder gibt es da spezielle Vorschriften?

    • Hallo Franco,
      das ist weder gefährlich noch gibt es da etwas zu beachten. Zum einen ist das Stecksystem gut vor Wasser geschützt, zum anderen hat die Buchse im Auto einen Ablauf. Außerdem würde die Stromzufuhr beim kleinsten Fehlerstrom schon unterbrochen werden. Das einzig doofe bei Regen ist, dass Du nass wirst. Ein passender ID.Schirm zum ID.4 ist also extrem zu empfehlen 😉
      Gruss, Matz

    • Hallo Mathias,
      da gibt es nur Kleinigkeiten, die mich aber nicht genug stören. Die vielen glänzenden schwarzen Flächen finde ich nicht sonderlich gut und das Florence Braun im First ist auch nicht mein Fall. Die Rückfahrkamera verschmutzt sehr schnell.
      Was die E-Mobilität angeht: Da gibt es für mich persönlich nichts Negatives. Die E-Mobilität passt für mich erheblich besser als Antikfossile Mobilität, weil ich von diesen Tankstellen unabhängig bin. Ich tanke heute dann, wenn ich das Auto nicht benutze, daher stört mich das im Tagesablauf nicht. Entlang meiner Pendelstrecke liegen 4 Tankstellen, die immer dann, wenn ich tanken musste stark ausgelastet waren. Bis zu 30 Min. habe ich in Summe wenn es schlecht gelaufen ist, an der Tankstelle verbracht. Und da wird immer wieder behauptet, Benzin tanken ginge ja schnell. Blöd nur, wenn Du als Arbeitnehmer nur dann tanken kannst, wenn andere Arbeitnehmer auch tanken. Man muss sich doch das mal überlegen: Steckdosen gibt es überall und jederzeit verfügbar. Ich bin da viel flexibler.
      Gruss, Matz

      • Danke, Matz. Sowas hilft mir ganz extrem bei der Entscheidungsfindung. Man liest viel wegen Softwareproblemen bei VW. Was sind Deine Erfahrungen?
        Viele Grüße, Mathias

        • Mein ID.4 wurde mit Softwareversion 2.1 ausgeliefert. Diese Version war nicht gut – um es noch positiv zu formulieren. Aktuell mit der Version 2.3 habe ich nichts worüber ich mich beschweren könnte. Die Funktionen die da sind, laufen prima. Ich vermisse ein paar Sachen, die für mich logisch gewesen wären. Etwa die Spracheingabe für Beifahrerfunktionen übernehmen zu können, oder Ionity als exklusive Ladestationen in der Ladeplanung. Aber wie gesagt: Keine Probleme mit der Software.
          Gruss, Matz

  27. Hallo.
    Mein nächster Firmenwagen muß ein E-Auto sein. Wegen Flottenvertrag muß es ein VW, Skoda oder Audi sein. Ins Limit der Leasingrate passt nur der ID.4 und der Enjak.
    Ich kann in der Firma laden, zuhause aber nicht. Eine Wegstrecke sind 61 Km. Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll. Lademöglichkeiten habe ich in der Nähe nicht. Wallbox erlaubt der Vermieter nicht. Ich fahre öfter von zuhause aus dienstliche Langstrecken. Hat hier jemand eine Idee, wie das funktionieren soll?

    • Hallo Axel,
      wenn Du in der Firma laden kannst und es nur 61 Km nach Hause sind, sehe ich da keine Probleme mit ID.4 oder Enyaq. Du würdest in der Firma bis 90 oder 100% laden und hättest zuhause noch ca. 80%. Das reicht auch für den Start auf lange Strecken. Der erste Stop ist dann eben etwas früher.
      Eine Wallbox braucht es nicht zwingend. Eine normale Steckdose würde locker reichen, um das Delta zwischen Firma und Daheim nachzuladen, wenn Du unbedingt zuhause auf 100% kommen möchtest.
      Gruß, Matz

      • das mit der Steckdose wäre eine Idee. Mir wurde gesagt, daß das Laden an der Steckdose nur für Notfälle sein soll. In der Tiefgarage sind mehrere Steckdosen vorhanden. Das ist aber Gemeinschaftsstrom.

      • Der Weg aus dem Elend ist der große Bogen um die Tesla-Community.
        @Axel: Der ID.4 wird Dir auch ohne eigene Lademöglichkeit keine Probleme bereiten. Ich kann am Ziel bei Freunden auch oft nicht laden, aber die Reichweite passt immer.
        LG, Michail

    • Ich habe geschrieben: “die typischen Youtuber” und eben jene Typischen – also die ganze Probefahrttesterfraktion – kann man aus meiner persönlichen Sicht vergessen (natürlich nicht die Personen, sondern nur die Beiträge!). Du kannst kein echtes Urteil zu einem Produkt fällen, was Du selbst nur oberflächlich testest. Ich gebe hier auch nur meine Meinung wieder. Als ich auf der Suche nach einem elektrischen Familienauto war, habe ich auch YT Videos gesehen. Keines dieser Videos hat aber meine Fragen beantwortet: Wie funktioniert Urlaub mit Kind und Kegel, wie sieht mein Alltag damit aus, wie weit komme ich in meiner ganz realen Welt, etc. Was nützt mir ein Video, wo wir jemand was von Design und dann von Performance erzählt, obwohl mich das als Familienvater als allerletztes interessiert? Was mich auch nicht interessiert sind Vergleichstests. Es gibt auch gute YT Videos zu E-Autos – vor allem wenn ein Besitzer seine eigenen Erfahrungen schildert. Ich will also niemanden davon abhalten YT Videos zu sehen 😀
      Gruss, Matz

      • OK, da bin ich bei Dir. Die Qualität ist durchwachsen. Carmaniac, Netxmove, Moveelectric habe ich aboniert und fühle mich von Allen auf Ihre Art gut informiert.

        • Nextmove und Move Electric schaue ich auch regelmäßig. Das sind für mich eben nicht die typischen YouTuber.
          Ich persönlich kann weder mit dem Thema Performance noch mit dem Polarisieren für oder gegen einen bestimmte Marke etwas anfangen. Kanäle, die sich auf so etwas spezialisiert haben, tue ich mir nicht mehr an. Bunter Klickbait ist nichts für mich 😀

      • Danke für diesen tollen Erfahrungsbericht und mir ging das ganz genauso. Auf YT sind fast nur Typen, die sich selbst dabei filmen, wie sie Clickbait herstellen. Keiner von denen lädt das Auto voll und beschreibt eine Urlaubsfahrt mit Fahrradträger. Dank Deiner Erfahrungen haben wir uns für den ID.4 entschieden.
        Danke nochmal und ganz viele Grüße aus dem Taunus.

  28. Hi.
    Wir hatten uns 1 Woche lang einen ID.3 gemietet, um E-Mobilität für uns zu testen. Die erste längere Strecke hat aber 3,5 statt 2,5 Stunden gedauert. Mit unserer Kleinen im Auto ist die zusätzliche Zeit suboptimal. Kann man mit der großen Batterie vom ID.4 schneller Fahren?
    Lukas

    • Hallo Lukas,
      nehmen wir mal an, Du fährst mit einer Durchschnittsgeschwindigeit von 100 kmh, dann würdest Du in 2,5 std 250 km weit kommen. Für den ID.4 wäre das mit der 77 kwh Batterie keine Herausforderung. Aber auch der ID.3 hätte das schaffen sollen. Was für ein ID.3 war das und woe lang war die Stecke?
      Gruss, Matz

      • Hi Matz, danke für die schnelle Antwort 😀
        Es sind 241 Km. Der ID.3 war mit der 58 kWh Batterie. Das Navi wollte aber Laden und das hat eine Stunde gedauert. Mit der dicken Batterie wär das nicht passiert, oder?
        Lukas

        • Ich rate mal, dass die Batterie bei Abfahrt nicht voll und das Ladelimit auf 100% eingestellt war. Daher hat das Navi einen 1-stündigen Stop geplant, den Du auch gemacht hast. 241km gehen mit dem 58er Akku locker.
          Gruß, Matz

          • Die Batterie hatte um die 50%. Ein Ladelimit kenne ich nicht. Nach der halben Strecke mussten wir vollladen. Ich kann mich da einfach nicht aus, aber das neue Fahren ist schon fein. Besser also immer vorher vollladen?
            Lukas

            • Ja und nein. Du solltest nur soviel nachladen, wie Du brauchst. Anstatt 1 Stunde auf 100% zu laden hätte es auch gereicht für 30 min. auf 80% zu laden. Vielleicht auch weniger. Jedenfalls scheint E-Mobilität für Dich doch grundsätzlich zu funktionieren.
              Gruß, Matz

    • Moin Peter,
      ich habe das zwar nur einige sehr wenige male ausprobiert und dann nur auf maximal 90 Km Strecke (mehr freie Fahrt war nicht möglich) und lag am Ende bei 25 bis 28 kWh/100km. Das sind also rechnerisch 275 bis 308 Km von 100% auf 0%. Realistisch und mit ausreichend Puffer würde ich sagen: 200 Km bei Vollgas ist eine machbare Etappenlänge. Allerdings werden die Reisezeiten dann durch die langen Ladepausen zu lang. Der “Sweetspot” liegt bei ca. 130 km/h.
      Gruss, Matz

        • Hallo Peter,
          der Sweetspot ist die Fahrgeschwindigkeit, bei der Du die kürzeste Reisezeit erreichst. Wenn Du Vollstrom fährst, dann sinkt Deine Etappenreichweite auf – sagen wir mal – 200 Km. Das gilt für einen vollen (100%) Akku mit Reserve. Willst Du jetzt wieder eine 200 Km Etappe fahren, musst Du auf 100% Laden. Das dauert unverhältnismäßig lange. Meistens ca. 50 Minuten. Lädst Du nur auf 80%, damit Du nach 35 Min. wieder losfahren kannst, sinkt die Etappenlänge aber auf vielleicht 150 Km und dann musst Du öfter laden. Es gilt daher den Punkt zu finden, wo Du lange Etappen mit der optimalen Geschwindigkeit für einen kurze Reisezeit hinbekommst.
          Beim ID.4 liegt die optimale Geschwindigkeit bei knappen 130 Km/h. Fährst Du schneller, steigt die Reisezeit, fährst Du langsamer nimmt die Reisezeit durch das geringe Tempo wieder zu. Aber: ökonomischer ist es, wenn Du max. 120 Km/h fährst, weil der ID.4 dann im Verbrauch unter 20 kWh/100 Km liegt.
          Essenz daraus ist aber: Bei normaler, durchschnittlicher Verkehrsdichte, kannst Du beim ID.4 auch gerne eine höhere Geschwindigkeit anpeilen und schaffst trotzdem die 300er Marke bei der Etappenlänge.
          Gruss, Matz

  29. Ich habe eine Frage zur Wärmepumpe. Angeblich soll diese nicht viel bringen. Lohnt sich die Anschaffung, oder kann man sich das Geld sparen?

    • Hallo Ludger,
      ob sich die Wärmepumpe lohnt, hängt davon ab, wie Du das Auto nutzen willst. Die Wärmepumpe gewinnt ihre Energie aus der Abwärme des Antriebs. Da der Motor aber nicht viel Abwärme erzeugt, muß man ca. 20 Min fahren, bis die Wärmepumpe anfängt zu wirken. Wenn Du viel Kurzstrecken fahren wirst, dann lohnt sich m.E. die WP nicht. Beim Heizen von Innenraum und Batterie werden anfangs ohne WP 7-8 kWh/h fällig. Bei 100 Km/h wäre das eben ein Mehrverbrauch von 7-8 KWh/100 Km. Ist die Batterie warm und die WP voll aktiv, braucht man für das halten der Innenraumtemperatur nur noch ca. 1 kW. Auf langen Strecken ist die WP sehr zu empfehlen.
      Gruß, Matz

    • Eine seriöse Empfehlung kann ich Dir leider nicht geben, weil ja nur Anwender der Reifen bin. Ich habe Pirelli Scorpion Winter auf 19“ Hamar Felgen. Die sind leise und in Summe etwas effizienter als die 20“ Sommerräder.
      Gruß, Matz

  30. Ein großes Kompliment für diesen unaufgeregten Erfahrungsbericht und die ebenso ruhige Diskussion hier. Das würde der ganzen Community gut tun!
    Aber zu meiner Frage: Wie zufrieden bist Du mit der allgemeinen Qualität vom ID.4 in Bezug auf Material und Verarbeitung?

  31. Wir haben im Sommer vom Diesel Tiguan auf den ID.4 gewechselt. Mein Fazit nach fast 10tkm: Das fast perfekte Auto. Unterwegs laden geht viel besser als immer dargestellt. Fahren und alles ist schick. Verarbeitung war aber beim Tiguan besser!
    Grüße, Jochen

  32. Das ließt sich sehr interessant, auch wenn ich diese Seite wegen meiner defekten Konica Electron gesucht und gefunden habe (Anfrage ist gesendet). Mein nächster wird auch Elektrisch, aber ich bin noch vollkommen unentschlossen.
    Bernhardt

  33. Moin.
    Vielleicht kann mir jemand mit der Frage helfen, wie das mit dem OTA Update läuft. Bisher habe ich noch kein Update erhalten. Mein Händler sagt nur ich soll abwarten.

    • Hallo Christian,
      wirklich helfen kann ich Dir nicht. Das OTA Update – bzw. inzwischen in Summe 6 kleine und große Updates – kamen ohne Probleme an und wurden problemlos installiert. Der Händler bzw. eine gute VW Werkstatt ist sicher der beste Ansprechpartner.
      Gruß, Matz

  34. Hallo Matz, danke für dein Bericht über den ID4. Ich bin auch stolze Besitzerin eines ID4 seit Mai 2021 😉 Ich habe zwei Fragen, vielleicht hast du schon was dazu geschrieben nur habe ich es nicht gefunden;-)
    1. Kann man ohne dass der Navi läuft (also bei kurzen bekannten Strecken) in der Map die nächsten Ladesäulen sich anzeigen lassen? Also dauerhaft? Während der Fahrt will ich nicht die Suchfunktion aktivieren müssen (wegen Ablenkung vom Verkehr;-) Im Skoda Enyaq wird das dauerhaft angezeigt und beide gehören doch zur VW Gruppe;-)
    2. hattest du Probleme mit der WeConnect App? Ich kann die Aktivierung nicht abschließen;-(
    Danke 😉 Sabine

    • Hallo Sabine,
      die Anzeige von bevorzugten Sonderzielen ist beim ID leider ein Rückschritt bei VW. Man kann ja in den Einstellungen des Navi bevorzugte Sonderzielkategorien definieren, nur leider wird trotz der Einstellung die Karte von anderen Sonderzielen überlagert. Man kann also derzeit die exklusive Anzeige von Ladestationen nicht erzwingen. Aber es gibt ja nun die WeCharge InCar App. Die macht genau das.
      Wenn das Verbinden über die WeConnect ID App scheitert, dann hilft es das Auto aus der App zu löschen und den Registrierungsprozess bei gutem 4G Empfang zu wiederholen.
      Das erste Verbinden über die App damals war bei uns auch alles andere als einfach 😉
      Gruß, Matz

  35. Ich bin mit dem ID.4 total zufrieden… außer mit der Rückfahrkamera. Da erkennt man im Dunklen ja mal gar nichts.
    Schöner Bericht!
    Grüße, Thomas

    • Hallo Thomas,
      wenn das Kamerabild angezeigt wird, gehst Du unten rechts auf Einstellungen und tippst dann auf das Symbol mit dem Tropfen und den Farbpunkten. Jetzt kannst Du Helligkeit, Kontrast und Farbe der Kamera anpassen. Regle die Helligkeit rauf und den Kontrast herunter. Mit dem richtigen Setup ist die Kamera wie ein Nachtsichtgerät.
      Gruss, Matz

  36. Moin.
    Dein Artikel hat uns inspiriert in die E-Mobilität einzusteigen. Seit Anfang November fahren wir auch ID.4. Du hast geschrieben, daß Dir ein Verbrenner antiquiert vorkommt. Jetzt weiß ich warum. Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht.
    Frank

  37. Hallo Matz,
    ich habe eine Frage zur Winterreichweite: In den Foren wird berichtet, daß auf kurzen Strecken der Verbrauch extrem zu hoch ist und die Wärmepumpe nichts bringt. Wie sind Deine Erfahrungen?
    Vg, Andreas

    • Hallo Andreas,
      wenn die Batterie eine Temperatur von 8 Grad oder weniger hat, aktiviert der ID einen Heizkreislauf mit einer maximalen Leistung von 5,5 kW zum Aufheizen der Batterie. Dabei heizt er so lange, bis die Batterie 12 Grad hat. Die Innenraumheizung hat eine Leistung von bis zu 6 kW. Nach dem Losfahren bei beispielsweise 5 Grad, braucht die Batterieheizung ca. 15 Min, um die Batterie auf 12 Grad zu bringen. In dieser Zeit hast Du einen hohen Mehrverbrauch. Der Rest ist aber nur Mathematik. Wenn Du im Winter Strecken fährst, die keine 10 Min. dauern, schlagen Innenraum und Akkuheizung mit bis zu 11,5 kW/h pro Stunde auf den Durchschnittsverbrauch. Das ist viel. Ich will dabei nicht beurteilen, wie sinnvoll es ist, derartige Kurzstrecken generell mit dem Auto zu fahren.
      Die Wärmepumpe gewinnt ihre Energie aus dem Motorkühlkreislauf. Nach ca. 20 Min. Fahrt ist die Motortemperatur soweit, dass die Wärmepumpe anfängt zu wirken. Meine Pendelstrecke dauert ca. 35 Minuten. Während ich nach den ersten 5 Min. Fahrt bei teilweise über 50 kW/h pro 100 Km im Schnitt liege, sind es nach 35 Min. meist um die 17 kW/h. Auf extremen Kurzstrecken sollte man daher vielleicht einfach die Inneraumheizung abschalten. Wer vorher einen Verbrenner hatte, hat bei Kurzstrecken ja eh immer im Kalten gesessen.
      Alternativ kann man den ID einfach 30 Min. an der Wallbox vorklimatisieren, dann sind Akku und Innenraum warm und der Druchschnittsverbrauch niedrig. Was man auch nicht vergessen sollte: Ein e-Auto ist extrem effizient und setzt extrem viel Energie in Bewegung um. Umso stärker merkt man die Mehrverbrauch durch die Heizung. Wenn wir aber von ca. 35 kW/h auf 100 Km reden – was ja so durch die Foren geistert – dann sprechen wir von 3,5 Litern Kraftstoff in alter Währung. Wer mit dem Verbrenner im Winter Kurzstrecke in der Stadt fährt, ist sicher einen ganz anderen Verbrauch gewöhnt.
      Gruss, Matz

      • Vielen Dank 🙏
        Der ID.4 ist unser Erstkontakt zur Emobilität und wir sind total begeistert. Im Vergleich zu unserem alten Verbrenner ist der ID eine echte Rakete. Die Kinder lieben es 😁
        Mick

  38. Moin.
    Ich überlege aktuell zwischen ID.4 und Tesla Model Y. Das Model Y haben wir in der Firma – daher ist da schon Erfahrung da. Der Tesla kommt bei den aktuellen Temperaturen max 250 Km weit – voller Akku! Wir sind ziemlich entäuscht wobei wir nicht rasen. Max 130 AB mit viel Land und Stadt. Das Laden bis 80% dauert jedes Mal mind. 45 Min. Wäre der ID.4 hier besser?
    Dieter

    • Hallo Dieter,
      bei den aktuellen Temperaturen um 0 Grad herum, liegt unser ID.4 bei Tempo 130 auf langer Strecke bei runden 25 kWh pro 100 Km. Das sind 300 Km mit 100% Akkuladung. Mit einer 80% Ladung sind das also 250 Km. Bei 120 Km/h liegen wir bei 21 kWh/100 Km, also ca. 370 Km mit 100%, bzw. ca. 300 Km mit 80%. Im Alltag mit Kurzstecken und der 21 Km Pendelstrecke sind derzeit 19 kWh/100 Km unser Durchschnitt. Das sind also 400 Km Reichweite mit vollem Akku, bzw. 325 Km mit 80% Akkuladung.
      Ich hoffe die nüchternen Zahlen helfen Dir weiter.
      Der ID.4 lädt Sommer wie Winter immer gleich schnell an der Schnelladesäule, d.h. von 10 bis 80% musst Du mit Softwarestand 2.3 ca. 38 Min. warten. Mit der kommenden Software 3.0 soll dann die Ladezeit um 9 Minuten sinken.
      Je mehr wir den ID.4 nun schon gefahren haben, umso zufriedener sind wir mit dem Auto. Wenn ich mich heute zwischen ID.4 und Model Y entscheiden müsste, wäre es ganz klar der ID.4.
      Gruss, Matz

      • Danke für die umfangreiche Antwort. Die Zahlen helfen mir sehr. Der Tesla zeigt einen viel niedrigeren Verbrauch an, kommt aber trotzdem nicht weit. Mit 80% liegt die Realität bei 200 Km. Derzeit laden wir bis 100%, um überhaupt auf Reichweite zu kommen. 100% am HPC sind beim Tesla 1:05 Std.
        Ich kann das Leasing für einen ID.4 1st Max übernehmen und bin dank Deines Blogs in der Entscheidung deutlich weiter gekommen. Danke dafür und frohe Festtage,
        Dieter

        • Hallo Martín,
          wir haben seinerzeit ein bereits produziertes Fahrzeug gekauft und nur 6 Wochen gewartet. Zur aktuellen Lieferzeit könnte nur VW etwas sagen.

          Wenn es um die Frage nach B und D geht, dann ist zu beachten, dass man den Modus nach Fahrsituation wählen sollte. Im Stadtverkehr mit viel Bremsen und Beschleunigen, ist B ratsam. Auf der Autobahn bei gleichmäßiger Fahrt macht D mehr Sinn. Der ID hat in D und bei aktivierter Eco-Assistenz eine automatische Rekuperation. In dem Fall muss man sich keine Gedanken um B oder D machen. Ich persönlich fahre nur in B.
          Gruß, Matz

  39. Schöner Bericht. Wir haben unseren ID.4 im Mai bekommen, sind nunmehr 10000 Km gefahren und top zufrieden.
    Liebe Grüße an alle ID.4 Freunde !

  40. Frohe Weihnachten,

    zum Fest gibt es von mir eine Statusmeldung. Ich habe den ID.4 1st Max übernommen.
    Für mich ist das eindeutig das bessere Auto als der Tesla. Die Reichweiten kann ich bestätigen. Bei Tempo 120-130 liege ich bei 22/23 kwh. Auf Langstrecke bei Minusgraden mit Limit bei 80% fahre ich so 250 Km und lade dann wieder auf 80+ auf. Ladeleistung ist immer gleich gut. Zeit von 10 bis 80% bei ca. 35 Min. Der Tesla hat zwar nur 17 kwh angezeigt, ist aber mit 80% nur 200+ km gekommen. Ladezeit bei Frost ist beim Tesla eine Lachnummer. Teilweise über 1 Stunde musste ich mit dem Tesla laden. Mit dem ID.4 bin ich schneller.
    Heute morgen bei 9 Grad 220 Km zurück nach Hause bei 120 (Tempolimit) mit 19,2 kwh. Da kann man nicht meckern.
    Fahrkomfort und Assistenz ist beim ID.4 nach meiner Meinung 2 Kategorien besser. Die Schildererkennung und der Travelassist sind erste Klasse. Keine echte Chance für den Tesla.
    Was beim ID.4 nicht gut ist, ist der Verbrauch auf Kurzstrecke bei Frost und die Übersichtlichkeit nach hinten.
    Dieter

    • Glückwunsch 👍
      Zum Model Y Winterverbrauch muss man ja nur mal deren Forum durchsuchen 😝😆
      Ist halt Selbstbetrug, wenn man nur den Verbrauch des Motors anzeigt und dann von Effizienz redet. Unser ID.4 läuft gut durch den Winter. Im Moment aber ohne große Fernreisen. Langzeit der letzten 5t Km liegt bei 15,6 kWh/100 km. Ich kann mich sicher nicht beschweren.
      Michail

      • Das Model Y ist belegbar effizienter als ein ID.4, nur nicht so deutlich, wie es behauptet wird. Im Normalbetrieb sehe ich die zwei en par.

        Anderes Thema: Hat von Euch auch jemand das Problem, daß die Spiegel nicht ausklappen, wenn man das Klimatisieren abbricht?

        Gruß, Holger

  41. Sehr guter Bericht.
    Mein ID.4 ist mit Software 2.3 schon ausgeliefert worden und macht mir keine Probleme. Das Auto soll fahren und nicht im Internet surfen 😁

    • Hallo Thomas,
      In 2.1 blieb dir Software des Infotainment oftmals hängen oder der Bildschirm wurde schwarz. Spracheingabe funktionierte sehr schlecht. Performance war nicht gut. Die Anzeigen passten oft nicht zur Realität (Funktionen wurden als eingeschaltet angezeigt, obwohl sie aus waren)

      Im 2.3 ist die Performance deutlich besser und das Infotainment ist seither nicht mehr abgestürzt. Es sind jetzt nur noch Kleinigkeiten, mit denen man aber gut leben kann. Hauptsächlich ist das das Abbrechen einer Vorklimatisierung durch Abziehen des Ladesteckers. Es werden dann falsche Zustände von Lenkrad- und Sitzheizung angezeigt. Das behebt sich aber wenn man entweder wartet oder die Betroffene Funktion auslöst)

      Wie schon gesagt: Die Software im Fahrzeug (2.3) ist okay. Was mich immer wieder ärgert ist die We Connect ID App. Die App ist aktuell Kindergartenniveau.

      Gruß, Matz

  42. Hallo.
    Ich könnte einen ID.4 aus der Ausstellung beim Händler kaufen und würde gerne eine Einschätzung bekommen, ob das große und schwere Auto im Alltag gut zu bewegen ist.
    G. Tietze

    • tatsächlich würde ich den ID.4 nicht als groß bezeichnen. Er ist nur schwer. Er wirkt durch die hohe Gürtellinie sehr massiv, aber in der Praxis manövriert sich der ID.4 eher wie ein Kompaktwagen. Durch die 10m Wendekreis kann man in jede Parklücke zirkeln.

  43. Zitat: Wer mit einem Auto eine kurze Probefahrt macht und meint er könne ein seriöses Feedback abgeben, der ist genauso glaubwürdig wie Kermit der Frosch auf einem Chirurgenkongress.

    Ymmd! 😂 Der beste Satz im ganzen Artikel. Ich habe mich durch viele YT Videos gequält und entweder labert einer einen Monolog in die Kamera oder es kommen grad gar keine Erfahrungen. Kein einziges YT Video zeigt mal die echten Praxiserfahrungen weil sie sich alle nur für ne halbe Stunde eine Auto leihen und von der Karriere als Fernsehstar träumen.

    Ich danke Dir fürs teilen Deiner Erfahrungen. Das hilft mir mehr als der ganze YT Schmarren.

  44. Vielen Dank für Deinen Bericht. Ich komme auch aus dem LK VER. Was für einen Händler würdest Du empfehlen, bzw. wo hast Du gekauft ?

    Thomas

  45. Ich verfolge den Beitrag schon von Anfang an und hatte mich deswegen auch für den ID.4 entschieden, der letzten Freitag an uns übergeben wurde. Wir sind rundum begeistert. Beim Verbrauch bin ich aber geschockt. Bis zu 35 kWh/100km bei kurzen Strecken mit einer Reichweite von 250 km. Was mache ich falsch???

    Thorsten

    • Hallo Thorsten,

      zu dem Thema gibt es Antworten in der FAQ:

      https://lichtgriff.de/id-4-und-nur-noch-elektrisch/id-4-faq/

      Zitat:

      FRAGE 7: WARUM VERBRAUCHT DER ID.4 IM WINTER SO VIEL MEHR ?

      Weil der ID.4 ein E-Auto ist. Bei einem antiken Verbrenner, geht im Normalbetrieb (niedrige Drehzahlen) ca. 80% der Energie, die im fossilen Kraftstoff steckt, in Wärme über und nur ca. 20% werden zu Bewegungsenergie umgewandelt. In einem Liter Kraftstoff stecken grob gerechnet ca. 10 kWh Energie. Nehmen wir also mal an, ein Verbrenner verbraucht 6 Liter auf 100 Km, dann sind das also umgerechnet 60 kWh/100 Km. Davon gehen nun 80% in Abwärme über, also “heizt” der Verbrenner mit 48 kWh/100 km und bewegt sich mit 12 kWh/100 km. Kommen Euch die Zahlen jetzt irgendwie bekannt vor? Ja, genau. Der elektrische ID.4 der fast alles an eingesetzer Energie in Bewegung umsetzen kann braucht zum reinen Fahren auch nur 12 kWh/100 km. Um ein Auto in Bewegung zu versetzen bauchen wir also – egal welcher Antrieb – die gleiche Energie. Nun ist es dem Verbrenner aber herzlich egal, dass er nur die 12 kWh/100 Km brauchen könnte. Er erzeugt die Abwärme durch seinen ineffizienten Verbrennungsprozess zwangsweise.

      AUCH DER E-FAHRER BRAUCHT WÄRME

      Diese Unmenge an Wärmeenergie ist im Winter mehr als ausreichend, um den Innenraum zu heizen. Daher ist es dem Verbrenner relativ egal, ob Sommer oder Winter ist. Er verbraucht immer viel zu viel Energie. Der ID.4 erzeugt keine unnütze Abwärme. Daher muss er im Winter für den Innenraum eine Extraheizung betreiben und damit sich der Akku immer wohl fühlt, ist eventuell noch Energie für dessen Klimatisierung notwendig. Diese Energie fällt aber nur an, wenn sie auch wirklich gebraucht wird und daher merken wir sie deutlich im Verbrauch. Drehen wir den Spiess einmal um. Der ID.4 hat 77 kWh in der Batterie zum Fahren. Das entspricht einem Benzintank mit knappen 8 Litern Inhalt. Stellt Euch vor, Ihr hättet einen 200 PS VW Tiguan mit einem 8 Liter großen Tank… Schöner Gedanke, oder? Das wäre echte Reichweitenangst und die Zahlen verdeutlichen nochmal eindrucksvoll, wie ineffizient ein Verbrenner ist.

      Mein Tip zum Energiesparen: Wenn während der ersten 15 Min Fahrt die Batterieheizung läuft, die Klimatisierung abschalten und nur Sitz- und Lenkradheizung benutzen. Wenn die Batterieheizung aus ist, die Klimatisierung einschalten. Zusammen mit der Wärmepumpe liegt der Verbrauch unter 20 kWh. Aus meiner Pendelstrecke kann ich den Winterverbrauch auf 16 kWh/100 km drücken.

      Gruss, Matz

      • Hallo Matz,

        Deinen Tip habe ich heute morgen zur Arbeit genauso so umgesetzt. Wo es gestern noch 34kwh gewesen sind, waren es heute nur noch 19kwh/100km.
        Einen Megadank an Dich!!!!

        Thorsten

  46. Hallo Matz,
    auf welche Dinge muß ich achten, wenn ich einen ID.4 gebraucht kaufen will? Bei den Lieferzeiten werde ich bei einem Gebrauchten zugreifen, auch wenn die Preise überzogen sind. Immer noch besser als Verbrenner 😉

    Mick

    • Hallo Mick,

      ich habe ja nur Erfahrung mit meinem eigenen ID.4 und kenne andere Erfahrungen nur aus Berichten von Freunden und Bekannten, daher traue ich mir einen fundierten Ratgeber für den Gebrauchtkauf nicht zu. Trotzdem will ich ein paar Weisheiten beisteuern.

      Wenn der gewünschte ID.4 das Panoramadach hat, dann mache unbedingt eine Probefahrt über Kopfsteinpflaster. Von mehreren Fahrern habe ich gehört, dass es da zu knirschenden Geräuschen kommen kann.
      Meine 1st Edition hat das Glasdach nicht und macht keinerlei Geräusche.
      Ebenfalls bei der 1st Edition – und meiner war davon auch betroffen – gibt es Probleme mit den Türschlössern. Die werden aber auf Garantie getauscht. Teste vor dem Kauf, ob die mechanische Notentriegelung funktioniert. Der Händler soll Dir das zeigen.
      Andere Probleme sind mir nicht bekannt und somit gilt nur noch das, was für jedes Gebrauchtfahrzeug gilt.
      Vielleicht sollte man noch darauf achten, dass die Software aktuell ist.

      Ansonsten: In Anbetracht der Marktlage würde ich nicht lange warten. Die ID.4 sind noch so jung, dass die Garantie noch greift.

      Und: Ich kann Dich voll verstehen. Verbrenner würde ich freiwillig nicht mehr fahren wollen.

      Gruß, Matz

      • Super vielen Dank für Deine Antwort.
        Konkret habe ich da ein Angebot für einen weißen 1st ohne die Max Ausstattung Baujahr 03/2021 mit 15 TKm für 49.990. Das Panoramadach wird daher kein Problem sein.
        Die Förderung für Gebrauchte ist noch möglich. Wie ist der Deal nach Deiner Einschätzung?
        Mick

        • Bei 03/21 laufen die letzten Tage der Fördermöglichkeit und auch wenn das Auto gebraucht soviel kostet, wie damals als Neufahrzeug kann ich nur raten: Sofort unterschreiben. Bei mobile-de werden 1st Jahreswagen aktuell bis 56000 EUR gehandelt und das ohne Förderung. Wenn Du das Angebot ergattern kannst, tu es.

          Gruß, Matz

          • Danke nochmal. Ich habe den ID.4 eben telefonisch reserviert und werde heute Abend noch unterschreiben.
            Deine Seite hat mir sehr geholfen. Vielen Dank dafür!
            Mick

          • Der Deal ist unter Dach und Fach. Bis Montag haben wir das Auto vorerst zur Probefahrt und dann kommt die Ummeldung. Die erste Fahrt war unglaublich geil.
            Mick

              • Vielen Dank 🙏
                Der ID.4 ist unser Erstkontakt zur Emobilität und wir sind total begeistert. Im Vergleich zu unserem alten Verbrenner ist der ID eine echte Rakete. Die Kinder lieben es 😁
                Mick

    • Hallo Mick,
      Wie Du sicher schon herausgefunden hast, segelt der ID.4 im D Modus, d.h. Bewegungsenergie, die Du beim Beschleunigen aufgebaut hast, wird zum rollen (oder auch segeln genannt) verwendet. Das ist energetisch ersteinmal die beste Variante. Wenn Du in D fährst und die Option “ECO Assistenz” ist eingeschaltet (siehe Infotainment), dann rekupertiert der ID.4 automatisch nach der Verkehrslage, d.h. er erkennt nahende Kreuzungen, Kreisverkehre, Tempobegrenzungen oder Gefällestrecken und steuert vollautomatisch die Energierückgewinnung. Im Grunde ist das die beste Option, wenn man mit dem System als Fahrer nicht weiter interagieren möchte. Im B Modus, wird beim Stromwegnehmen immer die volle Rekuperationsleistung eingesetzt. Das wiederum macht perfekten sinn, wenn man im Stadtverkehr unterwegs ist und viel Stop & Go auf vergleichsweise “engen” Raum machen muss.
      Wenn Du das stromsparende Fahren perfektionieren willst, musst Du trainieren, im B Modus zu Segeln. Das klingt paradox, ist aber nur eine Metapher für ein extrem gleichmässiges Fahren. Heißt: So wenig Pumpbewegungen mit dem Strompedal wie möglich. Das kann anstrengend sein, weil Du Dich dann konzentrieren musst, aber es ist neben dem vorausschauenden Fahren und dem perfekten Einsatz von D und B der Schlüssel zum Hypermiling. Praxisbeispiel: Du fährst auf einer Landstrasse und kannst eine konstante Geschwindigkeit halten. Du wählst D und bewegst den Stromfuß nicht. Kommt eine Steigung gibst Du keinen Strom. Du lässt das Fahrzeug langsamer werden und auf der Bergabpassage lässt Du den Wagen der das Segeln wieder Geschwindigkeit aufbauen. Der große Energieverlust ist immer bei Beschleunigen und nur wenig bei konstanter Fahrt. Befährst Du eine Strecke mit viele Kurven, Ortsdurchfahrten oder anderen erzwungenen Tempowechseln, fährst Du in B und versuchst durch ruhigen Gasfuß so gleichmäßig wie möglich zu fahren. Wenn Du diese Techniken trainierst und verfeinerst, wirst Du erstaunliche Reichweiten aus dem ID.4 kitzeln. Übrigens: Auf der Autobahn fährt man am besten immer in D. Vor allem wenn Du im ACC fährst. Wenn man den ACC verkehrsbedingt unterbrechen muss, macht der ID sonst in B immer eine Bremsung und das ist auf der AB nicht optimal. Zum Anderen ist die AB ja das Paradebeispiel für gleichmässiges Fahren. Und wie gesagt: Mit der aktivierten ECO Assistenz, macht der ID.4 ein richtig gutes automatisches Rekuperieren.
      Gruss, Matz

  47. Vielen Dank für diesen tollen Bericht. Für meine Entscheidung den ID.4 zu kaufen war das ausschlaggebend. Viele Grüße und allzeit gute Fahrt,
    Christian

  48. Hallo Matz, ein sehr schöner Bericht,
    am Samstag holen wir unseren neuen ID5 GTX in Dresden ab.
    Wir haben schon seit 08/21 einen ID3 und sind auch voll begeistert.

    Nun zu meiner Frage:
    Was meinst Du kann man auch 4 Fahrräder auf den ID5 packen mit dem Thule Träger, oder steht das zu weit raus nach hinten, evtl. hattest Du ja schon mal 4 drauf.
    Das Gewicht würde ich natürlich nicht überschreiten, es sind alles nur leichte Räder

    • Hallo René,
      viel Spaß beim Abholen. Mit 4 Bikes geht das auch ohne Probleme. Das schwerste Bike sollte als erstes auf den Träger und nach hinten hin dann das jeweils leichtere. Unser Thule ist ein 3+1, d.h. Er ist für 3 Bikes ausgelegt und wird bei Bedarf mit einer Zusatzschiene um ein weiteres Bike ergänzt. Die Zusatzschiene liegt etwas höher sodass man zufälligerweise immer mit der Rückfahrkamera durch den Träger schauen kann. Ansonsten gilt eben: Je mehr Bikes draussen, desto höher der Verbrauch. Wir waren dieses Jahr mal nur zu Zweit zum MTBiken und hatten die Bikes im Auto. Das war deutlich effizienter.
      Gruß, Matz

  49. Hallo.
    Ein gutes Jahr verfolge ich den Bericht schon. Er hat meine Entscheidung stark positiv beeinflußt und seit 5 Tagen sammele ich endlich eigene Erfahrungen mit meinem neuen ID.4. Vielen Dank für Deinen Bericht, der sich so wohltuend von dem sonstigen Zeitungs- und Youtubegeschwurbel abhebt. Einen besonderen Dank möchte ich Dir unbedingt für die Fahrradthematik aussprechen denn dazu findet man im Netz sonst nichts brauchbares.
    Viele Grüße, Rolf

  50. Du schreibst hier, dass die Software einwandfrei funktioniert. Im Artikel zur Software schreibst Du aber von großen Problemen. Für mich passt das nicht zusammen und daher die Frage, was jetzt zutrifft? Funktioniert die Software, oder nicht? Das Netz liefert viele Negativbeispiele zur Software.

    Dennis

    • Hallo Dennis,

      dieser Bericht wird fortlaufend aktualisiert und erweitert, um die wachsende Erfahrung abzubilden. Ich lösche aber auch nichts, was ich anfangs mal geschrieben habe. Nachdem ich nach der 2.1 Software das 2.3 OTA Update bekommen hatte, war ich eine Zeit lang auch zufrieden mit der Software. Die fiesen Bugs und die unglaubliche Unzuverlässigkeit waren erstmal verschwunden und endlich funktionierte die Spracheingabe. Das ganze ging 3-4 Monate gut. Dann kam plötzlich das Problem, dass ab und zu der Bildschirm schwarz bleibt. Besonders im Winter ist das Phänomen aufgetreten. Das Auto selbst hat aber bisher immer zuverlässig funktioniert. Es fährt eben auch ohne Software. Das “Blackscreen” Problem liess sich immer über einen aktiven Neustart des Infotainments beheben. Wenn das System dann da ist und arbeitet (und das ist ja zu 99,999% der Fall), habe ich mit der Software keine Probleme. Es ist für mich am Ende eine Frage der Gewichtung. Das VW mit der Software ein erbärmliches Bild abgibt, ist wohl unbestritten. Allerdings brauche ich keine fahrende Spielekonsole mit Furzhupe, sondern ein Transportmittel und das kann der ID absolut fantastisch. Aus diesem Grund stört mich das Softwarethema auch nicht sonderlich. Ich habe einen Workaround wenn es mal klemmen sollte und damit ist das für mich erledigt. Außerdem muss ich nun auch sagen, dass mit 2.4 Update in der Werkstatt alle komischen Phänomene verschwunden sind. Das ist übrigens dann auch so ein Punkt: Auch wenn man VW eine extreme Trägheit in der Entwicklung vorhalten kann, so wird die Software mit jeder Version deutlich besser und nach wie vor ist der ID.4 ein absolut zuverlässiges Fahrzeug.

      Gruss, Matz

  51. Hallo Matz,
    spannender Bericht!
    Wir sind seit 2 Wochen auch ID.4-Fahrer und stehen kurz vor der Urlaubsfahrt nach Dänemark. Nun kennen wir das Fahrzeug noch nicht lange und es tut sich mit dem ersten E-Auto eine neue Welt auf mit vielen Fragen (Ladekarten? LadeApp? Preise? Verfügbarkeit?). Aber inzwischen sind wir auch ohne Erfahrung auf der Langstrecke ganz entspannt. Wir haben die WeCharge-Karte und die EnBW-App und vor Ort eine dänische App. Die geplanten Stops wären nicht anders als mit einem Verbrenner (1. Stop Frühstück, 2. Stop Snack bei BK).
    Wir freuen uns schon auf die Fahrt. Im ID4 ist es ein sehr entspanntes Fahren, wenn man an die Assistenten “übergibt”. Die kurze Erfahrung zeigt, dass man im B-Antrieb mit Eco-Assitent erstaunlich wenig Verbrauch hat.
    Bisher: Stadtverkehr mit Stau 12 kWh, Autobahn frei 18 kWh mit max 130 kmh, 14 kWh mit Autobahn und Stau.
    Aber noch schöner ist, dass man sich nicht mit dem Stau beschäftigen muss. Der ID.4 fährt sozusagen alleine.
    Wir haben vor der Entscheidung zum ID.4 auch einen Tesla Y probegefahren und können deinen Eindruck bzgl. Fahrwerk und Fahrgeräusch bestätigen. Uns haben auch weitere Dinge nicht gefallen, die im Id4.4 besser sind. Wer rein auf eine Rennmaschine setzt, ist bei Tesla möglicherweise trotzdem gut bedient, aber wir waren noch nie die Rennfahrer.
    Auch bin ich froh, dass nicht alles in einem Touchscreen versenkt wurde, sondern mache Dinge einfach dort sind, wo man sie Intuitiv erwartet. Naja, fast. Mir ist der ID.4 in machen Dingen einfach zu festverdrahtet und ich würde mir hier wünschen mehr individuell konfigurieren zu können. Warum schaltet die Software irgendwann das Innenraumlicht nach xx Minuten aus und ich kann ohne die Zündung zu aktivieren nicht mal die Innenraumbeleuchtung einschalten, wenn ich irgendwo länger im Auto warte?
    Ansonsten bin ich mit dem ID.4 nach zwei Wochen wirklich zufrieden, es macht einfach Spass damit zu fahren.

    • Hallo Micha,
      viel Spaß mit dem ID. Das Verhalten der Innenraumbeleuchtung kann man – glaube ich – in der Werkstatt kodieren lassen. Das Standardverhalten zielt auf den Schutz der 12V Batterie ab. Man kann den ID auch austricksen, indem man eine Gewicht auf das Bremspedal legt. Dann bleibt er dauerhaft fahrbereit.
      Gruß, Matz

  52. Toller Bericht. Was mich definitiv von den alten Herstellern abhält ist das fehlende SuC Netzwerk. RFID Karten Gefummel und dann die Unsicherheit, ob Strom kommt oder nicht sind ein absolutes NoGo! Daher kann man VW niemanden empfehlen, der elektrisch fahren will.

    • Mal eine ganz ehrliche Gegenfrage: Was raucht Ihr in Eurer Tesla-Sekte eigentlich für ein Zeug? Was soll dieser erbärmliche FUD zu dem Ladethema? Ich habe – denke ich – mehr als ausreichend elektrische Kilometer hinter mir, um das wirklich beurteilen zu können. Eine RFID Karte vor einen Leser zu halten ist nun wirklich weder “Gefummel”, noch ein komplizierter Vorgang. Das dauert 1 Sek. wenn überhaupt. Und dann dieser Unfug mit der Unsicherheit. Was soll das? Ist das Deine Erfahrung oder ein Psalm aus der TFF-Bibel? Ich hatte mit dem ID.4 noch nie ein Problem beim Laden. Keines! Mit dem eGolf habe ich mal vor einer defekten Ladesäule bei McDonalds in Nordenham gestanden, aber da hättest Du ganz bestimmt einen Supercharger als Alternative gehabt.
      Und dann wollen wir doch mal nicht mit der Abdeckung Ionity + EnBW + Shell & Co. gegen Supercharger anfangen, denn HPC gibt es inzwischen deutlich mehr als Supercharger. Ahja: Und dann die tollen V2 Supercharger wie z.Bsp. in Hohenwarsleben, wo jeweils die Hälfte der Testfahrer sich an die Ionitys flüchtet, weil die Ladeleitung mit 2 Teslas an einem Charger so schön niedrig ist. Euro Fanboy-Community hat wirklich ein Problem und ich verstehe einfach nicht, warum man dann überhaupt Blogs wie diesen hier kommentieren muss.

      So. Das musste mal raus.

      • Danke Matz! Ich kann Dir nur beipflichten. Andere Mütter haben auch schöne Töchter und der Glanz von Tesla strahlt auch nicht heller als der der anderen E-Auto-Hersteller.
        Bin seit Dienstag vorletzter Woche Enyak iV80 Besitzer, 3 Tage später ging es gleich in den Urlaub an den Lago Maggiore. Laden ist kein Problem, an Ionity mit EWE Go oder Skoda Powerpass oder in Italien am Lago mit der EnelX -App. Es ist alles so wie Du es für den ID.4 beschrieben hast und ich bin selber schon gespannt, wie meine Pendelei im Winter zwischen HB und OL sein wird. Dank deines Berichtes habe ich aber keine große Sorgen deswegen 😉.

        • Viel Spaß mit dem Enyaq. Bei uns im Freundeskreis fährt inzwischen auch ein Enyaq. Wenn Dein Enyaq Software 3.0 oder höher installiert hat, ist der Winter kein echtes Problem.
          Gruß, Matz

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