Zorki 1 mit Jupiter 3 (die andere FED 1)

Auf den ersten Blick ist die Zorki 1 einfach nur eine FED 1 mit anderer Gravur auf der Deckkappe. Auf den zweiten Blick – besonders wenn man die Zorki 1 zerlegt – ist es eine etwas verbesserte Variante der FED 1. Es kann ein kleiner Vorteil sein, wenn man eine Zorki 1 der FED 1 vorzieht, aber im Grunde ist es natürlich die gleiche Kamera.

Die Zorki 1 hat einen verborgenen aber gravierenden Unterschied in der Chassiskonstruktion, verglichen mit der FED 1. Während bei der FED 1 der Zahnradantrieb vollkommen offen mit der Verschlusstrommel verbunden ist, ist das Chassis der Zorki 1 als lichtdichter Käfig konstruiert. Anders als bei der FED 1, kann sich bei der Zorki 1 kein Licht durch die Linse den Weg zur Aufwickelspule bahnen.

Zorki 1, Jupiter 3
Zorki 1 mit Jupiter 3

Ansonsten gilt für die Zorki 1 natürlich alles, was für die FED 1 gilt. Grundsätzlich ist die Zorki etwas besser an den Leica M39 Standard angepasst, als die frühen FED, aber auch hier ist nicht immer gewährleistet, dass ein beliebiges M39 Objektiv an der Zorki auch scharf abbildet.

Beim Jupiter

Mit dem Jupiter 3 hat man eine sehr lichtstarke Kombination für ausdrucksstarkes Fotografieren und ohne Zweifel verwandelt man seine Zorki mit dem Jupiter 3 in ein Nachtsichtgeräte, aber das erkauft man sich mit wenig Schärfe und viel Dunst. Bei Offenblende ist das Jupiter 3 sehr weich. Es eignet sich daher nur, wenn man diesen Stil mag, oder viel Portraitarbeiten macht. Scharf wird das Jupiter 3 erst ab Blende 4.

Wie auch schon bei den alten FED Kameras, braucht man bei der Zorki 1 schon viel Glück, um ein funktionierendes Exemplar zu erwischen, allerdings sind die Preise für die alten Sowjetkameras ziemlich im Keller und bei der Preisexplosion bei alten Kameras besonders in diesem Jahr, könnte man auch die russischen Kameras bald als Wertanlage anschaffen. Billiger werden sie jedenfalls nicht mehr und ein funktionierendes Exemplar macht als Alltagsmeßsucher viel Spass.

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